Branche im Umbruch

"Herausfordernd" – jetzt spricht Chef von Pleite-Firma

Nach einer gewaltigen Pleite musste eine Traditionsdruckerei mehrere Geschäftsbereiche schließen. Jetzt meldet sich der Chef des Unternehmens zu Wort.
Oberösterreich Heute
03.06.2026, 12:49
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Hinter dieser Geschäfts-Nachricht stehen Dutzende Familien-Schicksale. Jetzt zittern 67 Arbeitnehmer um ihre Jobs. Die Salzkammergut-Media Ges.m.b.H., Betreiber einer Druckerei, von Medienarbeiten und einer Werbeagentur schlitterte wie berichtet in die Insolvenz. Zur Firma mit der Zentrale in Melk (NÖ) gehörten Standorte in Gmunden, Rohr (Bez. Steyr-Land), Traun (Bez. Linz-Land), Freistadt und Bad Ischl (Bez. Gmunden).

Grund für die Misere: Wegen der technischen Entwicklungen in der Branche und der zunehmenden Digitalisierung war man mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Das wirkte sich negativ auf den Gewinn aus, dazu kamen Mängel in der Buchhaltung.

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Nun neue bittere Nachrichten: Der eingebrachte Sanierungsplan wurde inzwischen zurückgezogen. Fünf Unternehmensbereiche mussten mittlerweile schließen.

Daniel Fürstberger führt die Geschäfte von Salzkammergut-Media.
Salzkammergut Media GmbH/Mittermüller

"Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten herausfordernd", erklärt Geschäftsführer Daniel Fürstberger. Es sei intensiv daran gearbeitet worden, das Unternehmen zu stabilisieren und fortzuführen. "Dass dies letztlich nicht gelungen ist, bedauern wir sehr."

Gleichzeitig betont der Firmenchef, dass das Konkursverfahren ausschließlich Salzkammergut-Media GmbH betreffe. Die rechtlich eigenständigen Unternehmen Druckerei Mittermüller, WIGO Druck, Stiepel Druck und Gugler Medien seien davon nicht betroffen. Sie würden ihre Geschäftstätigkeit unverändert fortsetzen.

"Massiv verändert"

Die vergangenen Jahre seien für den Sektor von tiefgreifenden Umwälzungen geprägt gewesen, heißt es weiter. Digitalisierung, ein anderes Bestellverhalten, kleinere Auflagen, kürzere Produktionszyklen und steigende Anforderungen an Prozesse und Systeme würden den Markt nachhaltig verändern.

"Viele Menschen verbinden mit Druckereien noch immer Folder oder Kataloge. Tatsächlich hat sich unsere Branche massiv verändert" betont Fürstberger. Projekte würden schneller, individueller und stärker vernetzt. Es brauche laufende Anpassungen, so der Geschäftsführer.

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