Beim WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien gingen die "Three Lions" mit einem emotionalen Vorteil ins Spiel. Das lag an einer Szene, die sich am Weg ins Atlanta-Stadium abgespielt hat.
Die Kameras fingen eine witzige Situation ein. Der Team-Bus der Argentinier war im langsamen Tempo auf der rechten Straßenseite unterwegs. Die Briten düsten in der Mitte der achtspurigen Fahrbahn, hatten deutlich mehr Tempo drauf – und zogen an Messi und Co. vorbei.
"Relativ überraschend, ich hätte eher den Argentiniern dieses Manöver zugetraut", scherzte TV-Experte Mats Hummels.
Die beiden Fußball-Großmächte zeichnet eine langjährige Rivalität aus. Das liegt unter anderem am turbulenten WM-Duell 1966, das die Briten am Weg zu ihrem bislang einzigen Titel gewannen. Auch 1986 wurde Geschichte geschrieben. Diego Maradona beförderte den Ball mit der "Hand Gottes" ins Tor, Argentinien gewann. Das Match stand unter dem Eindruck des Falkland-Krieges.
Bei der Weltmeisterschaft 1998 spielte man erneut gegeneinander, dieses Mal im Achtelfinale. Zur Pause stand es 2:2, eine hochattraktive Partie. Kurz nach Wiederanpfiff kam es zur spielentscheidenden Szene: Der heutige Atletico-Coach Diego Simeone rempelte David Beckham von hinten um. Dem 23-Jährigen brannten darauf die Sicherungen durch. Er trat gegen Simeone nach – direkt vor den Augen des Schiedsrichters. Diesem blieb keine andere Wahl, als Beckham des Feldes zu verweisen.
Wenn man so will, erfolgte eine kleine Revanche nun auf der Autobahn.