Vodafone aktiviert zur Fußball-WM 2026 einen sogenannten "Jubel-Booster" im Kabelnetz. Damit sollen Tore auf ARD HD und ZDF HD rund zwei Sekunden früher auf dem Fernseher erscheinen als bisher.
Der Grund für die Verzögerungen liegt in der Signalverarbeitung: Je nachdem, ob man über Kabel, Satellit, Antenne oder Internet fernsieht, können zwischen dem echten Tor im Stadion und dem Bild zu Hause mehrere Sekunden liegen - bei Streaming-Diensten sogar zweistellige Sekundenwerte.
Wie inside-digital.de berichtet, verzichtet Vodafone dabei auf eine zusätzliche Codierungsform und nutzt ein besonders früh verfügbares TV-Signal der öffentlich-rechtlichen Sender.
ARD und ZDF übertragen gemeinsam 60 der insgesamt 104 WM-Partien live - darunter alle deutschen Spiele, das Eröffnungsspiel, beide Halbfinals und das Finale. Die restlichen 44 Spiele zeigt MagentaTV exklusiv per Streaming.
Auch der Streaming-Anbieter waipu.tv reagiert und bewirbt einen "Sport-Modus" mit geringerer Verzögerung. Allerdings nennt der Dienst keinen konkreten Sekundenwert, wie viel schneller das Signal tatsächlich ankommt.
Generell gilt: Wer Spiele über Internet-TV schaut, kann stärker von Verzögerungen betroffen sein. Streams puffern Bilddaten, damit das Video stabil läuft - dieser Puffer führt aber dazu, dass Tore später erscheinen.
Bei der EM 2024 lagen Streaming-Dienste wie Zattoo oder waipu.tv laut Fachmagazin "c't" teilweise über 20 Sekunden hinter dem Satellitensignal. Wer das Tor wirklich als Erster sehen will, sollte daher auf Satellit oder Kabel setzen.
Tipp: Die Streaming-Apps von ARD und ZDF selbst sind oft schneller als TV-Signale über Dienste wie waipu.tv, MagentaTV oder Zattoo.