Mit dem "Telestar" stellt Adidas bei der kommenden Fußball-WM in Russland den offiziellen Turnierball. Außerdem werden gleich elf der 32 teilnehmenden Nationen von der Marke mit den drei Streifen ausgerüstet. Kein anderer Sportartikel-Hersteller hat so viele Teams am Start.
Trotzdem ist man bei Adidas nicht restlos glücklich. Grund: die Korruptionsvorwürfe bei der FIFA, mit der man einen bis 2030 laufenden Sponsor-Vertrag hat. Das deutsche Traditions-Unternehmen hat Angst, dass sein Image durch die immer wieder auftretenden Negativ-Schlagzeilen beschädigt wird.
Kündigt Adidas den FIFA-Vertrag?
"Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie sich an die Gesetze halten", sagt Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted. "Wenn ein Partner verurteilt wird, dann haben wir ein Problem damit. Das müssen wir dann lösen."
Eine klare Warnung an den Fußball-Weltverband! Bekanntlich gibt es Hinweise, dass Russland (2018) und Katar (2022) den Zuschlag für die Austragung der Endrunden dank Schmiergeld-Zahlungen bekommen haben. Aktuell stehen ehemalige FIFA-Funktionäre aus Südamerika in New York vor Gericht.
Laufpass für Leichtathletik
Dass Adidas nicht davor zurückschreckt, Ausrüsterverträge zu kündigen, stellte man im Vorjahr unter Beweis. Damals gab man dem Leichtathletik-Weltverband im Zuge sich häufender Doping- und Korruptionsfälle den Laufpass. (red)