WM-Eskalation! Dänemark denkt über Fifa-Austritt nach

Dänemark-Star Christian Eriksen.
Dänemark-Star Christian Eriksen.IMAGO/Xinhua
Der Eklat um die verbotenen "One Love"-Binden könnte Dänemark zu einem drastischen Schritt bewegen. Der Verband denkt über den Fifa-Ausstieg nach.

Wegen angekündigten Strafen der Fifaverzichten Kapitäne von vielen Top-Nationalteams darauf, bei der WM mit einer Regenbogen Binde aufzulaufen. Deutschland, die Niederlande, England und Co. planten mit einer One-Love-Schleife zu spielen.

Wegen dem massiven Druck des Weltverbandes lassen sie dies nun sein. Auch die Dänen planten sich an der One-Love-Aktion zu beteiligen und sind nun stinksauer über das Verbot der Fifa.

Als Konsequenz denkt die Führung des dänischen Fußballverbandes nun sogar darüber nach aus der Fifa auszutreten. "Ich habe darüber wieder nachgedacht. Ich kann mir vorstellen, dass es Herausforderungen geben könnte, wenn Dänemark allein aussteigt", erklärte der dänische Verbandspräsident Jesper Möller am Mittwoch an einer Pressekonferenz, die kurzfristig wegen der Binden-Debatte einberufen wurde.

Keine dänische Unterstützung für Infantino

Der 59-Jährige nannte das Verhalten der Fifa "als völlig inakzeptabel" und meinte weiter: "Aber mal sehen, ob wir nicht Gespräche führen können. Ich muss über die Frage nachdenken, wie ich das Vertrauen in die Fifa wiederherstellen kann. Wir müssen bewerten, was passiert ist, und dann müssen wir eine Strategie entwickeln."

Ob Dänemark tatsächlich aus der Fifa austreten wird, ist also noch offen. Definitiv ist hingegen, dass die Skandinavier den umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino nicht unterstützen werden bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr. "Es gibt nur einen Kandidaten und wir müssen abwarten, ob es einen anderen Kandidaten gibt. Es ist noch Zeit, aber Dänemark wird den derzeitigen Präsidenten nicht unterstützen", bekräftigte Möller.

Deutsche ziehen Fifa vor Gericht

Vor den Äußerungen von Seiten des dänischen Verbandes kam am Dienstag bereits heraus, dass der deutsche Fußballbund DFB rechtliche Schritte gegen das "One-Love-Verbot" einleiten wird. Die Deutschen Spieler hielten sich zudem vor dem Spiel gegen Japanden Mund zu als Protestzeichen.

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