Von 11. Juni bis 19. Juli findet in Kanada, Mexiko und den USA die Fußball-WM statt. Obwohl sich Österreich für die WM qualifiziert hat und in der Gruppenphase auf Weltmeister Argentinien, Algerien und Jordanien trifft, bleiben die richtig großen Public-Viewing-Events wie etwa am Rathausplatz heuer aus.
Grund dafür dürfte wohl die Zeitverschiebung sein – je nach Land von 4,5 bis neun Stunden. Die Anstoßzeiten erfolgen daher teils sehr früh am Morgen oder mitten in der Nacht. Das bringt allerdings auch kreative Gastro-Ideen hervor. So bietet etwa die Champions Sports Bar beim Spiel um 6 Uhr Frühstück an, während beim Anpfiff um 4 Uhr Gulasch und Würstel serviert werden, wie der ORF berichtet.
Ganz ohne gemeinsames Mitfiebern bleibt die Stadt aber nicht: So werden etwa beim Donauinselfest ausgewählte Spiele an zwei Abenden live übertragen. Konkret stehen am Freitag, 3. Juli, um 20 Uhr und am Samstag, 4. Juli, 19 Uhr, die jeweiligen Spiele auf dem Programm. Österreich ist in beiden übertragenen Spielen nicht vertreten.
Kleinere Public Viewings könnten noch entstehen, eine konkrete Planung gehe derzeit vonstatten. Fix ist hingegen, dass mehrere Lokale die Spiele live übertragen. Bestätigt haben das unter anderem die Champions Sports Bar, das Chelsea und das Shebeen.
Ein zentrales Thema bleibt die Sperrstunde, heißt es seitens der Wirtschaftskammer. Einige Betriebe haben bereits Anträge auf Ausweitung gestellt. Genehmigungen für Indoor-Veranstaltungen gelten dabei als wahrscheinlicher als für Outdoor-Angebote – vor allem wegen möglicher Lärmbelästigung.
Obwohl im Nationalrat eine Novelle der Gewerbeordnung beschlossen wurde, wonach Public Viewings künftig sechs statt vier Wochen möglich sind, gibt es in der Wirtschaftskammer weiterhin Unsicherheiten. "Es wäre hilfreich, eindeutige Vorgaben zu haben, etwa ob ein Spiel, das um Mitternacht beginnt, auch komplett gezeigt werden darf", meint Gastro-Obmann Thomas Peschta. Ohne solche Regeln könnten viele Veranstalter zögern – und am Ende würden Lieferdienste profitieren, weil Fans lieber zu Hause bleiben.