In Österreich ist ab Mitte Mai für gut drei Wochen leichter WM-Flair zu spüren. Gleich neun Fußball-Nationalmannschaften bereiten sich in heimischen Gefilden auf die Endrunde in Südafrika vor. Darunter so prominente Auswahlen wie jene aus Spanien, England oder den Niederlanden. Dabei werden die Star-Ensembles auch einige Testspiele absolvieren.
Die Gäste kommen nicht nur wegen der guten Infrastruktur nach Österreich, sondern auch aufgrund der mit Südafrika vergleichbaren Höhenlage. Johannesburg etwa liegt in rund 1750 Metern Seehöhe. Spanien, das als aussichtsreichster Titelanwärter gilt, schlägt von 29. Mai bis 3. Juni in Schruns-Tschagguns seine Zelte auf. Zwei Testspiele in Innsbruck stehen auf dem Programm des Europameisters: am 29. Mai geht es gegen Saudi-Arabien und am 3. Juni gegen Südkorea, einen weiteren WM-Starter.
England am Grazer Rasen
Das größte Interesse ist für das Testspiel zwischen England und Japan am 30. Mai in Graz zu erwarten. England trainiert von 17. bis 23. Mai und von 26. bis 30. Mai in Irdning, wo Teamchef Fabio Capello schon mit Real Madrid gastierte. Hochkarätige Länderspiele gehen auch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion über die Bühne. Am 29. Mai kommt es zum Auftritt von vier WM-Teams - zunächst trifft die Slowakei auf Kamerun, unmittelbar danach testen Serbien und Neuseeland.
Einnetzen mit Jabulani
Knapp sechs Wochen vor der WM wurde auch der offizielle Spielball mit dem Namen "Jabulani" für die Endrunde präsentiert. Das Wort stammt aus dem Sprachgut der Zulus und bedeutet übersetzt "feiern". Das Design mit elf verschiedenen Farben, stellvertretend für die elf offiziellen Sprachen Südafrikas und die elf südafrikanischen Stämme, wird als Symbol für die Vielfältigkeit des afrikanischen Geists gesehen. Vier triangelförmige Designelemente auf weißem Hintergrund geben dem Ball zusätzlich ein einzigartiges Erscheinungsbild. Dem deutschen Hersteller Adidas nach soll es der rundeste WM-Ball der Geschichte sein.