Pflicht erfüllt! ÖFB-Team müht sich zu 2:0 in Moldawien

Österreich jubelt in Moldawien
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Österreich hat den Auftakt in das Länderspiel-Triple in der WM-Quali mit einem 2:0 gegen Moldawien erfolgreich bestritten.

Hymnen-Panne, Drohnen-Attacke und ein unspektakuläres 2:0 in Moldawien! Das Spiel an sich war nur eine Randnotiz einer kuriosen ÖFB-Reise nach Osteuropa.

Österreichs Nationalmannschaft ist mit dem erhofften Pflichtsieg gegen Moldawien in Chisinau in das Länderspiel-Triple in der WM-Qualifikation gestartet. Das ÖFB-Team schiebt sich auf Platz drei hinter Dänemark (12 Punkte) und Israel (punktgleich mit 7 Punkten) nach vorne. Dank der Treffer von Christoph Baumgartner (45.) und Marko Arnautovic (93.) lebt die Chance auf Platz eins in der Gruppe F weiter, die Leistung war allerdings sehr, sehr mager.

Am Samstag geht's auswärts gegen Israel (20:45 Uhr), am Dienstag dann in Wien gegen Schottland (20:45 Uhr) - auch da müssen wieder volle Erfolge her, um Tabellenführer Dänemark auf den Fersen zu bleiben.

 Hymnen-Panne vor ÖFB-Spiel, Kicker müssen selbst singen

 Drohnen-Skandal sorgte für Verzögerung um 30 Minuten

Teamchef Franco Foda setzte die angekündigte Rotation um: Von der EM-Stammformation spielten nur Tormann Daniel Bachmann, Martin Hinteregger, Florian Grillitsch, Konrad Laimer, Christoph Baumgartner und Marko Arnautovic. Christopher Trimmel, Philipp Lienhart, Andreas Ulmer, Louis Schaub und Michael Gregoritsch bekamen eine Chance in der ersten Elf. Taktisch entschied sich der Deutsche diesmal für eine 4-4-2-Grundformation.

Kapitän David Alaba klagte nach dem Abschlusstraining über leichte Schmerzen im Oberschenkel. Der Real-Star wurde geschont, saß aber auf der Bank.

Schon vor dem Ankick wurde es wild in Chisinau. Zuerst musste das ÖFB-Team die Hymne selbst singen, im Stadion war die Tonanlage ausgefallen. Danach schwirrte eine Drohne durch die Arena, Schiedsrichter Paul Tierney schickte die Spieler wieder in die Kabinen. Erst eine halbe Stunde später wurde der Drohnen-Pilot - ein kleiner Bub vor dem Stadion - gefasst und die Partie konnte angepfiffen werden.

Moldawien präsentierte sich als der erwartete, tiefstehende Gegner, verteidigte teils mit sieben Mann im eigenen Strafraum. So tat sich Österreich schwer, den Abwehrriegel zu knacken. Der erste Schuss auf's Tor kam von Schaub nach knapp einer halben Stunde, zuvor klopften Baumgartner (per Kopf) und Arnautovic (aus der Distanz) leise an.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erlöste ein gefinkelter Außenrist-Weitschuss von Baumgartner die ÖFB-Elf. Der Hoffenheim-Legionär überraschte Tormann Cristian Avram am falschen Fuß und stellte mit seinem fünften Länderspieltor auf 1:0 (45.) zur Pause.

Schwere Kost statt Torfestival

Mit der Führung im Rücken passierte zum Auftakt der zweiten Hälfte nicht viel, Foda musste reagieren. Rapid-Knipser Ercan Kara durfte sich über seinen zweiten ÖFB-Einsatz freuen, auch Alessandro Schöpf und Florian Kainz durften mitkicken.

Der große Leckerbissen gegen die Nummer 175 der Welt wurde es trotzdem nicht mehr, für die letzten Minuten kam noch Kapitän Alaba, wohl ein Fitness-Test ob es für die beiden weiteren Spiele reicht.

Marko Arnautovic setzte in der 93. Minute dann doch noch den Schlusspunkt zum 2:0, damit ist er mit seinem 28. Tor die Nummer vier in der ewigen ÖFB-Schützenliste. 

Für die zwei weiteren Spiele muss eine Leistungssteigerung her - zur Erinnerung: Dänemark schenkte den Osteuropäern acht Gegentreffer ein, Israel ganze vier.

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