Sport

Wöber-Plakate: Strebinger verteidigt die Rapid-Fans

Heute Redaktion
13.09.2021, 15:50

Maxi Wöber ist als Spieler von Red Bull Salzburg nach Wien-Hütteldorf zurückgekehrt. Beim späten 2:1-Cuperfolg der Bullen wurde der Ex-Rapidler aufs Übelste beleidigt, obwohl er nicht einmal im Kader stand. Rapid-Keeper Richard Strebinger verteidigte den grün-weißen Anhang trotzdem.

"Vor Wochen noch mit uns gegen sie im Block. Jetzt selbst ein ehrenloser H****bock. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Wöber, du charakterloses Bullenschwein", beschimpfte der Rapid-Block ihren ehemaligen Spieler, der nach Stationen bei Ajax Amsterdam und Sevilla nach Salzburg wechselte.

Die Beschimpfungen gegen den 21-Jährigen und seine Familie waren von langer Hand geplant, denn der Innenverteidiger stand nicht einmal im Bullen-Aufgebot.

Eigentlich wären diese Beschimpfungen klar zu verurteilen, hätte sich Rapids Vize-Kapitän Richard Strebinger klar von abfälligen Spruchbändern gegen seinen Ex-Mitspieler und Nationalmannschafts-Kollegen distanzieren sollen. Doch der grün-weiße Schlussmann nahm den Hütteldorfer Anhang aus der Emotion heraus sogar in Schutz.

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"Das Fan-Leben ist anders als unser Leben. Für die ist Rapid neben der Arbeit und der Familie alles. Das ist wichtiger als ihr Beruf, das ist ihre Berufung. Deswegen muss man es verstehen, dass sie sehr, sehr emotional reagieren", so Strebinger in der Mixed Zone zum Ligaportal.

"Natürlich versteht das nicht jeder. Das ist auch für einen Außenstehenden nicht zu verstehen. Für die ist das eigentlich Verrat", nimmt Strebinger den grün-weißen Anhang für abscheuliche Plakate in Schutz. "Du könntest ihnen einen Geldkoffer mit einer Million hinstellen, die würden nicht ein Mal für Salzburg jubeln. Aber so sind unsere Fans. Und das zeichnet sie aus."

Auf Beschimpfungen gegen Wöber und seine Mutter angesprochen, meinte Strebinger: "Ich würde es nicht schreien. Ich würde es auch meinem Kind anders erklären. Der Verein ist für die wie der eigene Nachwuchs."

Nüchterner sah es Kapitän Stefan Schwab: "Ich weiß, dass es zu 100 Prozent ums Sportliche geht. Er hätte auch gern zu uns zurückkommen können, doch das war seine Entscheidung. Dass er sich damit aber in Wien nicht beliebt macht, muss ihm auch klar sein."