Wöber vor Rapid-Spiel: "Wir wollen einen draufsetzen"

Maximilian Wöber gewann mit Salzburg das Double.
Maximilian Wöber gewann mit Salzburg das Double.GEPA
Max Wöber ist zum dritten Mal in Serie Double-Gewinner. Am Sonntag trifft er mit Salzburg auf seinen Ex-Klub Rapid. "Heute" sprach mit dem Wiener.

Red Bull Salzburg steht seit Wochen als österreichischer Meister fest. Auch der ÖFB-Cup wurde gewonnen. In der Theorie könnte der Branchen-Primus die letzten beiden Liga-Runden auf die leichte Schulter nehmen. Tut er aber nicht, denn es gibt dann doch noch zwei Bestmarken, die zu knacken wären.

Austria-Bestwert in Reichweite

Zum einen den Punkte-Rekord. Seit der Reform liegt die von den "Bullen" selbst aufgestellte Bestmarke bei 52 Zählern. Aktuell hält man bei 48. Zudem könnte Salzburg mit zwei "Dreiern" den Sieg-Rekord der Austria einstellen. Die "Veilchen" gewannen in der Saison 1985/86 gleich 26 Matches. Bemerkenswert: Sie hatten damals 36 Runden Zeit, die Mozartstädter nur 32.

"Wir wollen immer einen draufsetzen, wollen weiterhin zeigen, dass wir die Besten in der Bundesliga sind", stellt Salzburg-Verteidiger Maximilian Wöber im "Heute"-Gespräch klar. Am Sonntag steigt der Hit gegen Rapid. "Ein Klassiker, ein Prestigeduell. Nach dem Wiener Derby ist es das größte Spiel in dieser Liga. Die Stimmung ist immer hitzig, es macht großen Spaß. Klar wollen wir da gewinnen."

"Die Stimmung ist hitzig, es macht Spaß"

Für Wöber sind Partien gegen seinen Ex-Klub stets etwas Besonderes. Zu früheren Mitspielern pflegt der Wiener nach wie vor Kontakt. Auch vor dem direkten Duell. "Man schließt sich kurz, macht sich einen Treffpunkt für nach der Partie aus, setzt sich dann kurz zum Plaudern zusammen. Recht viel mehr Zeit haben wir aber nicht."

Geht es nach dem Gesetz der Serie, wird Rapid für Salzburg kein Stolperstein. Von den letzten 28 Begegnungen haben die Hütteldorfer nur eines (!) gegen den Liga-Krösus gewonnen. "Man muss dazusagen, dass wir oft in den letzten Minuten Glück hatten und noch entscheidend getroffen haben", ist Wöber die Serie fast unangenehm. "Aber meist waren die Siege verdient. In großen Spielen können wir unser Potential am besten abrufen, kitzeln ein paar Extra-Prozente aus uns heraus."

"Würde mich gerne in größerer Liga beweisen"

Das bestimmende Thema ist in Salzburg allerdings nicht Rapid, sondern Karim Adeyemi. Der Wechsel des 20-Jährigen zu Dortmund ist seit Dienstag offiziell. "Über die Qualitäten von Karim müssen wir nicht diskutieren, die sind offensichtlich. Er hat großes Potential, wird seinen Weg in der deutschen Bundesliga machen", ist Wöber überzeugt. Der Verteidiger ist auch selbst immer wieder in der Gerüchteküche zu finden. Wolfsburg wird reges Interesse am ÖFB-Kicker nachgesagt. Wäre er nach Ajax und Sevilla bereit für ein neues Auslands-Abenteuer? "Ich weiß, was ich an Red Bull Salzburg habe, fühle mich hier pudelwohl. Ich habe hoffentlich noch ein paar Karriere-Jahre vor mir – irgendwann würde ich mich schon gerne nochmal in einer größeren Liga beweisen."

Und im Nationalteam. Franco Foda setzte nicht auf den 1,88 Meter großen Linksfuß. Unter dem neuen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, der den Red-Bull-Kosmos mitgeprägt hat, werden die Karten neu gemischt. "Ich kann mich mit guten Leistungen beim Klub aufdrängen, ich war lange nicht dabei. Es wäre schon ein großes Ziel, mit dem Nationalteam bei einem großen Turnier dabei zu sein."

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