Wolff: Mercedes überlegt Ausstieg aus der Formel 1

Ab 2021 startet die Formel 1 in eine völlig neue Ära. Doch ob das Weltmeister-Team Mercedes dann noch mit von der Partie ist, ist alles andere als sicher, wie Motorsport-Chef Toto Wolff erklärte.
Macht der Daimler-Konzern mit Mercedes in der Formel 1 weiter, oder folgt mit Saisonende 2020 der Ausstieg? "Beides sind absolut plausible Strategien", erklärte Mercedes-Motorsport-Direktor Toto Wolff, der das Grand-Prix-Wochenende von Brasilien auslässt, bei motorsport-total.com.

Vor dem Grand Prix der USA war das ab 2021 geltende neue Reglement vorgestellt worden. Doch nun geht es ans Eingemachte. Alle Teams müssen ein neues Concorde Agreement, das die Aufteilung der kommerziellen Rechte regelt, unterschreiben. Dabei geht es um finanzielle Interessen. Und um Macht. Mercedes will in beiden Fällen keine Einbußen hinnehmen.

"Alles deutet darauf hin, dass wir bleiben werden. Aber das ist keine Tatsache", ließ der Wiener eine Tendenz erkennen. Doch es gibt auch gegenteilige Meinungen in Stuttgart. "Wir hatten einen sehr erfolgreichen Lauf, es gibt nichts mehr zu beweisen", stellte der Wiener klar. Seit 2014 holten die "Silberpfeile" alle WM Titel in der Fahrer- und Konstrukteurs-Meisterschaft.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Mit dem möglichen Ausstieg würden auch die Kundenteams um ihre Motoren fallen. Mercedes hat Verträge mit McLaren, Racing Point und Williams. "Man kann nur schwanger oder nicht schwanger sein, nicht halb-schwanger", deutete Wolff im Falle eines Rückzugs auch den Ausstieg als Motoren-Lieferant an.

Auf Mercedes würden demnach richtungsweisende Fragen zukommen. "In welche Richtung bewegt sich der Automobil-Sektor? In welcher Weise ist die Formel 1 als Unterhaltungs- und Technologie-Plattform noch relevant? Wollen wir als Marke, deren erstes Auto ein Rennauto war, langfristig Teil dieser Plattform sein?", zählte Wolff auf. Die Zeit während des Grand-Prix-Wochenendes von Brasilien nützt Wolff jedenfalls, um sich mit Zukunfsthemen zu beschäftigen. Dann wohl auch mit der Formel 1 ab 2021.

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