Aus für den Kultur-Hotspot am Wasser: Die umstrittene Wolfgangseebühne wird diesen Sommer nicht aufgebaut. Nach Behörden-Wirbel, Millionenloch und fehlender Naturschutz-Genehmigung heißt es jetzt endgültig: keine Vorstellungen 2026.
Die Bühne liegt aktuell im Bauhof in St. Wolfgang auf Eis. Eigentlich hätte das Kulturprojekt ganzjährig bespielt werden sollen – inklusive Konzerten und Gastspielen rund um das Lehár-Operettenfestival in Bad Ischl. Doch daraus wird vorerst nichts.
Patrick De-Bettin, Geschäftsführer der Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft, bestätigt ebenfalls, dass die Bühne dieses Jahr nicht bespielt werden kann.
Errichtet wurde die Bühne 2024 anlässlich des Jubiläums "1.100 Jahre Heiliger Wolfgang". Dort wurde das Franzobel-Musical "Wolf – das Mystical" elfmal aufgeführt. Trotz ausverkaufter Vorstellungen wurde das Projekt zum finanziellen Flop: Das Budget von 2,65 Millionen Euro wurde um satte 650.000 Euro überschritten.
Auch der Standort mitten im geschützten Wolfgangsee sorgte von Anfang an für Ärger. Für die Bühne und die überdachten Zuschauertribünen hatte es nie eine naturschutzrechtliche Bewilligung gegeben.
Die Konsequenz folgte Ende 2024: Die Bezirkshauptmannschaft ordnete den kompletten Abbau an. Seit April 2025 ist die Bühne verschwunden – und bleibt vorerst auch dort, wo sie jetzt ist: im Lager.