Wunderheilung bei Soriano - Salzburg siegt 6:0

Red Bull Salzburg fertigte am Samstag in der 12. Runde der Bundesliga Wacker Innsbruck daheim mit 6:0 (4:0) ab. Die große Überraschung gab es gleich zu Beginn - Jonathan Soriano stand trotz erlittenem Bänderriss in der Startelf. Der Tabellenführer ist nun 31 Ligaspiele ungeschlagen. Das ist seit Gründung der Bundesliga 1974 noch keinem anderen Team gelungen.

durchspielte. Der überragende Kevin Kampl lieferte viermal die Vorarbeit. Innsbruck-Torhüter Szabolcs Safar wurde bereits nach 15 Minuten wegen Torraubes ausgeschlossen. Soriano konnte es sich sogar leisten, den folgenden Elfmeter links neben das Tor zu setzen (19.).

Der Salzburg-Kapitän hatte sich seine Verletzung erst am Dienstag zugezogen. Trainer Roger Schmidt hatte Sorianos Ausfallswahrscheinlichkeit zwei Tage vor dem Spiel noch mit "99 Prozent" beziffert. Im Tor setzte Schmidt anstelle des verletzten auf Alexander Walke. Rechts in der Viererkette sprang Dusan Svento für die blessierten Florian Klein und Christian Schwegler ein. Christoph Leitgeb überzeugte im zentralen Mittelfeld.

Elfer war vorentscheidend

Bei Wacker musste Stürmerstar Roman Wallner mit der Ersatzbank vorlieb nehmen. Als Solospitze agierte Neo-Teamspieler Lukas Hinterseer, blieb mit Ausnahme einer Chance vor der Pause (34.) aber wirkungslos. Salzburg dominierte vor 12.219 Zuschauern ab der ersten Minute und wurde durch Alan belohnt. Der Brasilianer nutzte einen katastrophalen Querschläger von Innsbruck-Kapitän Tomas Abraham, der statt des gesperrten Sebastian Siller in der Innenverteidigung agierte.

Als Safar Rot sah, war die Partie fast schon entschieden. Der Routinier agierte gegen Mane zu ungestüm. Der Senegalese hob ab, Schiedsrichter Rene Eisner zeigte auf den Punkt. Nachdem Soriano gescheitert war, vollendete Alan seinen Doppelpack. Der 24-Jährige erzielte nach schöner Kombination über Soriano und Kampl sein zehntes Ligator, sein zwölftes in den vergangenen sieben Pflichtspielen.

Kaum Gegenwehr

Ilsanker legte mit seinem ersten Bundesligatreffer überhaupt nach. Sein Fernschuss aus knapp über 20 Metern nach Doppelpass mit Kampl schien für Wacker-Ersatzkeeper Wolfgang Schober aber alles andere als unhaltbar. Kampl leitete auch das 4:0 ein, den Stanglpass von Alan verwertete Mane. Nach der Pause durfte auch Svento nach Kampl-Assist aus kurzer Distanz zuschlagen.

Danach durfte der Vierfach-Assistent vom Platz, auch Innenverteidiger Franz Schiemer kam nach langer Verletzungspause zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison (60.). Für den Schlusspunkt sorgte Soriano nach Vorarbeit von Leitgeb. Der Spanier führt die Schützenliste mit zwölf Treffern zwei Stück vor Alan an.

"Bullen" hatten Erbarmen

Die Salzburger hätten noch deutlich höher gewinnen können, ließen aber schon vor der Pause durch Svento (11., 22.) und Mane (35., 38.) mehrere Großchancen aus. Nach der Pause schalteten die Bullen einen Gang zurück, schonten auch Kräfte für das Europa-League-Heimspiel am Donnerstag gegen Standard Lüttich. Dennoch wurde es durch Alan (67.), Svento (78., 90.) und den eingewechselten Marco Meilinger (79.) noch mehrmals gefährlich.

Durch die Rekordserie ist Salzburg im Kalenderjahr 2013 in der Liga weiter ungeschlagen. Die bisher letzte Niederlage datiert von einem 1:3 am 24. November 2012 in Ried. Wacker dagegen kassierte die zweite Auswärtsniederlage der Saison und ist weiter Vorletzter. Im ersten Saisonduell in Innsbruck waren die Bullen nicht über ein 1:1 hinausgekommen.

FC Red Bull Salzburg - FC Wacker Innsbruck 6:0 (4:0)

Red Bull Arena, 12.219 Zuschauer, SR Eisner.

Tore: 1:0 ( 8.) Alan, 2:0 (23.) Alan, 3:0 (26.) Ilsanker, 4:0 (44.) Mane, 5:0 (58.) Svento, 6:0 (81.) Soriano

Salzburg: Walke - Svento, Ramalho (61. Schiemer), Hinteregger, Ulmer - Kampl (60. Berisha), Ilsanker, Leitgeb, Mane - Alan (75. Meilinger), Soriano

Innsbruck: Safar - Bergmann, Abraham, Vucur, Hauser - Löffler (66. Jaio), Piesinger - Schütz, Jevtic (18. Schober), Kuen - Hinterseer (86. Gründler)

Rote Karte: Safar (16./Torraub)

Gelbe Karten: keine bzw. Hinterseer

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