Chalamet geht leer aus

Wurde Opern-Hass ihm bei den Oscars zum Verhängnis?

Michael B. Jordan räumt den Oscar für "Sinners" ab – sein erster Goldjunge in der Königskategorie. Chalamet schaute durch die Finger.
Heute Entertainment
16.03.2026, 03:38
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Hollywood hält den Atem an, als Adrien Brody den Oscar für den besten Hauptdarsteller präsentiert – und sich zunächst selbst auf die Schippe nimmt. Er erinnert an seine endlos scheinende Dankesrede vom Vorjahr für "The Brutalist" und kündigt an, er habe noch etwas "sehr Wichtiges" zu sagen, während schon nach wenigen Sekunden die typische Musik einsetzt, die das Ende einer Rede signalisiert. Die Pointe: "And the nominees are…"

Nominiert waren Timothée Chalamet („Marty Supreme“), Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“), Ethan Hawke („Blue Moon“), Michael B. Jordan („Sinners“) und Wagner Moura („The Secret Agent“).

Opern-Hass zu viel?

Großer Favorit vor der Gala war Timothée Chalamet, doch seine überraschende öffentliche Kritik an Opern – er nannte sie "veraltet und elitär" – könnte ihm offenbar den entscheidenden Punkt bei den Wählern gekostet haben. Hollywood liebt Provokation, aber in dieser Kategorie wogen Politik und Geschmack wohl schwer.

Die Überraschung des Abends: Michael B. Jordan wird als bester Hauptdarsteller gekürt – vor den Favoriten DiCaprio und Chalamet. Auf der Bühne bedankt sich der 39-Jährige emotional: "God is good", ruft er mehrfach und richtet liebevolle Worte an seine Mutter sowie den Rest seiner Familie.

Sein Dank gilt auch Ryan Coogler, mit dem Jordan bereits fünf Mal zusammenarbeitete: "Es ist mir eine Ehre, dich einen Freund und Kollaborateur nennen zu dürfen. Danke, dass du mir den Raum gegeben hast, gesehen zu werden. Ich liebe dich, Bro."

In "Sinners" spielt Jordan die Zwillinge Elijah "Smoke" und Elias "Stack" Moore – und ist damit der erste Schauspieler, der für die Darstellung von Zwillingen den Oscar erhält. Mit seinem Sieg reiht er sich in die Reihe bedeutender schwarzer Hauptdarsteller ein, darunter Forest Whitaker, Denzel Washington und Sidney Poitier.

Jordan dankt allen Unterstützern im Saal und vor den Bildschirmen: "Ich weiß, dass ihr wollt, dass ich es gut mache. Ich werde weiter alles geben und die beste Version von mir selbst sein."

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