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Wut-Wienerin platzt wegen Wagerl-Friedhof der Kragen

In der Wiener Donaustadt sorgen massenhaft Einkaufswagerl vor einem Gemeindebau für Wirbel. Eine Wienerin ließ ihrem Frust nun freien Lauf.

Robert Cajic

In der Wiener Donaustadt kommt Ärger über eine Vielzahl gestohlener Einkaufswagerl auf. Seit über einem Jahr lebt "Heute"-Leserreporterin in einem Gemeindebau im 22. Wiener Bezirk. Ganz egal in welcher Ecke des Wohnkomplexes – die Einkaufswägen sind überall. Ob es sich dabei um Jugendliche handelt, die sich einen Spaß erlauben, oder um rücksichtslose Wiener, die mit dem Wagerl ihre Einkäufe nach Hause fahren, ist unklar.

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Die 36-jährige Wienerin hat mittlerweile überhaupt kein Verständnis für den riesigen Wagerl-Friedhof in ihrem Gemeindebau: "Seitdem ich hier eingezogen bin, stehen Wagerl an jeder Ecke! Es ist immer so und ganz kurios wird es, wenn man plötzlich sieht, wie Hunde in den Wagerln gefahren werden", schilderte die Leserreporterin im Gespräch mit der Redaktion.

Interveniert wurde bisher kaum. Lediglich im Müllraum befindet sich ein Schreiben, in welchem gebeten wird, den Gemeindebau nicht zu verschmutzen. "Das kann ja nicht wahr sein, dass man einfach so Wagerl aus den Geschäften fladern kann und sie dann vor Wohnhäusern stehen. Man kann ja nicht mal gescheit durch den Hof gehen!", wütete die 36-Jährige im "Heute"-Talk.

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Doch gibt es in den naheliegenden Supermärkten überhaupt noch Einkaufshilfen? In drei naheliegenden Geschäften scheint man die Wagerl nicht zu vermissen: "In den Supermärkten gibt es genug Wagerl. Mitarbeiter sammeln diese vielleicht aus der Umgebung ein, aber das kann auch nicht wahr sein, dass Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um Wagerl zu holen", so die Gemeindebau-Bewohnerin.

    In der Wiener Donaustadt kommt es immer wieder zu Wagerl-Friedhöfen im öffentlichen Raum.
    In der Wiener Donaustadt kommt es immer wieder zu Wagerl-Friedhöfen im öffentlichen Raum.
    Leserreporter

    Zwar haben Supermarktketten wie Hofer und Spar mit der "Wegfahrsperre" an Lösungen gefeilt, doch für Susi ist das lange nicht ausreichend: "Man klaut die Wagerl und diejenigen müssen auch bestraft werden!" Die Wienerin vermutet Gefahr im Verzug, vor allem bei Einkaufshilfen auf vier Rädern, die nahe der Straßen abgestellt werden: "Das Hornbach-Wagerl neben einer Straße abzustellen – da fehlen mir echt die Worte!", so Susi.

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