Wütender Argentinien-Protest nach Copa-Aus

Großer Ärger bei Lionel Messi.
Großer Ärger bei Lionel Messi.Bild: picturedesk.com
Der Traum vom Titel bei der Copa America platzte für Argentinien mit Star-Kicker Lionel Messi im Halbfinale. Nun folgte ein wütender Protest.

Nach dem Halbfinal-Aus bei der Copa America gegen Gastgeber Brasilien (0:2) platzte nicht nur Argentiniens Fußball-Star Lionel Messi der Kragen, auch der Verbandspräsident Claudio Tapia protestierte in einem sechsseitigen Brief.

Allen voran prangerte Tapia die Schiedsrichterleistung im Copa-Halbfinale an. Der argentinische Verband habe den ecuadorianischen Unparteiischen Roddy Zambrano wegen "negativer Vorgeschichten" bereits vor dem Spiel abgelehnt. Der Referee habe "in zumindest zwei Situationen, die direkten Einfluss auf das Ergebnis hatten, ungerechtfertigt auf den Einsatz des Video-Referees verzichtet."

Zwei Mal kein Elfmeter

Damit sprach Tapia zwei strittige Elfmeter-Entscheidungen an. Beide Male gab es keinen Strafstoß für die "Gauchos". Beide wurden nicht vom Video-Referee überprüft. Der argentinische Verband fordert nun die Veröffentlichung der Schiedsrichter-Kommunikation.

Schon unmittelbar nach dem Spiel beklagten sich die Spieler der "Albiceleste" über die Schiedsrichterleistung, allen voran Kapitän Messi, der ungewohnt scharf austeilte. "Während des gesamten Turniers haben sie saudumme Handspiele, schwachsinnige Fouls, idiotische Elfer gegeben. Aber heute hat der Video-Referee geschwiegen", so der Fußball-Superstar.

Kritik an Bolsonaro und Organisation

Tapia polterte auch gegen die Organisatoren der Copa im Land des Erzfeindes, beklagte die häufig halb leeren Stadien, die schlechte Rasenqualität, Probleme in den Teamhotels und bei der Sicherheit.

Außerdem prangerte der argentinische Verbandsboss die skurrile Show des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro an, der in der Halbzeitpause eine Ehrenrunde durch die Arena drehte. Dies sei als politische Darbietung eigentlich verboten.

Zusätzlich bekam auch der südamerikanische Fußballverband CONMEBOL sein Fett weg. Tapia stellte "Ethik, Loyalität und Transparenz" rund um Präsident Alejandro Dominguez infrage. (wem)

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