Bei Microsofts Xbox-Sparte steht offenbar die nächste Entlassungswelle bevor. Die Stellenstreichungen sollen kurz nach dem Ende des Microsoft-Geschäftsjahres am 30. Juni erfolgen.
Neben den Entlassungen plant Xbox deutliche Kürzungen beim Marketing-Budget und in weiteren Geschäftsbereichen. Es wäre der erste große Umbau unter der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma, die im Februar die Leitung übernommen hat.
Wie "heise.de" unter Berufung auf Bloomberg berichtet, veröffentlichte Microsoft ein internes Memo mit dem Titel "Next 100 Days: Xbox Reset". Darin listen Xbox-Chefin Sharma und Content-Chef Matt Booty fünf "Realitäten" auf, mit denen die Sparte umgehen müsse.
Die Zahlen im Memo sind düster: Im laufenden Geschäftsjahr erreicht die Xbox-Sparte nur noch eine Marge von rund drei Prozent.
In den vergangenen fünf Jahren hat Microsoft über 20 Milliarden US-Dollar in Inhalte, Plattform und Hardware-Subventionen gesteckt – der Jahresumsatz sank aber um knapp eine halbe Milliarde. "So kann es künftig nicht weitergehen", schreiben Sharma und Booty in dem Memo.
Besonders konkret wird das Memo bei der Hardware. Seit Februar hat Microsoft für die Speicherbausteine seiner Konsolen mehr als doppelt so viel gezahlt wie im vergangenen Herbst. Für die Weihnachtssaison 2027 rechnet Xbox mit mehr als dem Fünffachen des Preisniveaus von vor zwei Jahren.
An der nächsten Konsolengeneration unter dem Codenamen Project Helix will Microsoft festhalten. Für das Hardware-Geschäft brauche Xbox aber ein neues Geschäftsmodell und neue Partnerschaften.