Die Trump-Regierung schränkt laut einem Bericht die Arbeit der zivilen KI-Prüfstelle CAISI massiv ein. Die Mitarbeiter der Einrichtung wurden demnach angewiesen, jegliche öffentliche Kommunikation einzustellen.
Hintergrund ist ein neues Memorandum des Weißen Hauses, das sicherheitsnahen Behörden künftig mehr Einfluss bei der Bewertung von KI-Modellen gibt. Diese können nun bis zu 30 Tage Vorabzugriff auf besonders leistungsfähige KI-Systeme erhalten.
Das berichtet "heise.de" unter Berufung auf das Wall Street Journal. Die Anweisung soll demnach von National Cyber Director Sean Cairncross ausgegangen sein, der gemeinsam mit seinen Verbündeten größeren Einfluss auf die KI-Bewertung gewinnen will.
CAISI ist beim US-Standardisierungsinstitut NIST angesiedelt und untersteht dem Handelsministerium.
Die Stelle arbeitet an Methoden und Standards für die Bewertung von KI-Systemen. Hervorgegangen ist sie aus dem U.S. AI Safety Institute, das 2023 unter Präsident Joe Biden eingerichtet wurde.
Unter Trump wurde die Einrichtung umbenannt und neu ausgerichtet. Intern soll CAISI zwar weiterhin KI-Modelle bewerten, doch der Stopp der öffentlichen Arbeit wirft Fragen über die Zukunft der Prüfstelle auf.
Führende KI-Entwickler wie OpenAI und Anthropic unterhalten bereits seit der Biden-Regierung Beziehungen zu CAISI. Sie setzen sich laut dem Bericht für den Erhalt der Prüfstelle ein.