Am ehemaligen APA-Tower wurde mit einem 1.100 Quadratmeter großen Wandgemälde Österreichs größtes Mural eröffnet. Der 52 Meter hohe Bau erwacht damit nach 21 Jahren aus dem Dornröschenschlaf – und wird gleichzeitig zum Auftakt eines neuen Stadtquartiers. Im Rahmen des Eurovision Song Contest wird der Tower zum internationalen Hotspot und Fixpunkt für Delegationen.
In nur drei Wochen wurde der graue Riese mit 800 Litern Farbe und 830 Spraydosen in ein Kunstwerk verwandelt. Der international bekannte Streetart-Künstler Okuda San Miguel schuf mit "In Equality" sein erstes Werk in Österreich.
"Wir freuen uns, dass das beeindruckende Bild zugleich der Beginn der Stadtentwicklung ist. Das gesamte Areal Gunold Süd ist 2,5 Hektar groß und soll künftig attraktiven Wohnraum, neue Arbeitsplätze und Grün- und Erholungsflächen bieten" so Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung (SPÖ).
Andreas Holler von der BUWOG betont: "Die BUWOG versteht sich seit jeher als Förderin von Kunst und Kultur. Wir sind außerdem besonders stolz darauf, auch an diesem bedeutenden Wiener Stadtentwicklungsprojekt maßgeblich beteiligt zu sein."
Der nächste Schritt folgt sofort: Am 7. Mai 2026 startet direkt vor Ort die Bürgerbeteiligung in der Gunoldstraße 14 beim "Wild im West". Von 15 bis 19 Uhr können Ideen eingebracht werden, dazu gibt es Führungen und ESC-Musikprogramm. Online geht es ebenfalls weiter: Unter www.wien.gv.at/stadtplanung/gunoldsued können Anregungen abgegeben werden.
Das Werk "In Equality" setzt sich bewusst mit gesellschaftlichen Ungleichheiten auseinander – und passt damit auch zum ESC-Motto "United by Music". Kurator Jakob Kattner von Calle Libre erklärt: "Wo früher Nachrichten produziert und verbreitet wurden, trägt nun eine Fassade im öffentlichen Raum eine Botschaft nach außen."
Der Künstler Okuda San Miguel selbst beschreibt seine Arbeit so: "Beim Projekt 'In Equality' bildet die Architektur des APA-Turms den Ausgangspunkt. Ich habe dafür eine Komposition entworfen, die von Farbe, abstrakter Geometrie und Dekonstruktion geprägt ist."