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Zagreb-Hools begrapschen Bikini-Schwimmerinnen

Heute Redaktion
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In Bern trafen Anhängervon Dinamo Zagreb auf auf Schwimmerinnen. Mehrere Frauen wurden sexuell belästigt. Die Polizei ist mit einem Aufgebot vor Ort.

Vor dem Match gegen die Young Boys haben sich rund 200 meist schwarz gekleidete Dinamo-Zagreb-Fans unter der Kornhausbrücke in Bern versammelt, um bei der Trybholz-Bar zu trinken – die Stimmung sei sehr aggressiv, meldet eine Leser-Reporterin, die beim Altenbergsteg einen Aareschwumm nahm: "Es war widerlich. Man konnte nicht aus dem Wasser gehen, ohne eine Hand am Hintern zu haben", so die junge Bernerin.

Sämtliche Frauen, egal ob jung, alt, mit oder ohne Bikini hätten sexuelle Übergriffe von der ganzen Horde über sich ergehen lassen müssen: "Einer der Fans meinte zu einer etwa 50-Jährigen: 'Lutsch meinen Schwanz' und griff sich dabei an seinen Penis." Die ganze Horde sei jeweils in schallendes Gelächter ausgebrochen. "So etwas Widerliches habe ich wirklich noch nie erlebt, ich habe sofort die Polizei informiert", sagt die Leser-Reporterin. Danach sei sie aber gegangen – wie viele andere Badende auch.

Auch andere Frauen geben gegenüber 20 Minuten an, an derselben Stelle von den kroatischen Fans belästigt worden zu sein.

Illegaler Marsch durch Bern

Rund anderthalb Stunden vor Anpfiff marschierte eine große Gruppe Dinamo-Fans Richtung Wandkdorfstadion. Mit lauten Fangesängen liefen die Anhänger auf der Straße und wurden dabei von Polizisten begleitet. Der Umzug war illegal – die Stadt hatte den Fans im Vorfeld explizit verboten einen Fanmarsch durchzuführen.

Berüchtigte Fans

Die Fans des kroatischen Meisters sind bekannt für ihr Gewaltpotenzial. Erst am Freitag hat die UEFA ein Verfahren wegen "unsittlichen Verhaltens" gegen den Fußballklub eröffnet. Besonders die nationalistische Hooligan-Gruppe Bad Blue Boys hat einen einschlägigen Ruf – und ist am Mittwoch in Bern vor Ort.

(Heute Sport)