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Zagreb statt Brüssel: Belgierin verfuhr sich

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:17

Eine Belgierin hat wieder einmal bewiesen, wie sehr Navigationssysteme Autofahrer irritieren können. Sie wollte die 80 Kilometer nach Brüssel mit ihrem Auto zurücklegen, fuhr aber unter anderem durch Österreich und landete im 1500 Kilometer entfernten Zagreb, wo ihr das große Malheur bewusst wurde.

Eine Belgierin hat wieder einmal bewiesen, wie sehr Navigationssysteme Autofahrer irritieren können. Sie wollte die 80 Kilometer in die Hauptstadt Brüssel mit ihrem Auto zurücklegen, fuhr aber unter anderem durch Österreich und landete im 1.500 Kilometer entfernten Zagreb, wo ihr das große Malheur bewusst wurde.

Sabine Moreau wollte einen Freund vom Bahnhof im 80 Kilometer entfernten Brüssel abholen und stieg in ihrem Wohnort Solre-sur-Sambre in ihr Auto. Zur Sicherheit tippte die Frau ihr Wunschziel ins Navi ein. Vertrauenswürdig folgte sie den Anweisungen des kleinen Helferchens, bis sie in Zagreb stand und sich wunderte. Sie war stundenlang durch halb Europa gefahren, unter anderem auch durch Österreich.

"Ich habe wirklich nichts bemerkt, bis ich plötzlich in Zagreb angekommen bin und realisiert habe, ich bin nicht in Belgien", erzählte die Autolenkerin staunenden Polizisten über ihre Irrfahrt. Scheinbar wunderte sie sich weder über die lange Fahrtdauer, mehrere mit der Kreditkarte bezahlte Tankstopps und fremdsprachige Verkehrsschilder entlang der Strecke.

Der besorgte Sohn wollte gerade die Polizei alarmieren, als sich die Mutter telefonisch aus Kroatien meldete. Ob er sie nun wieder ans Steuer setzen lässt, ist fraglich.

Amerikanerinnen verfuhren sich in Frankreich

In Frankreich gab es einen ähnlichen kuriosen Fall. Statt im weltberühmten Wallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich sind fünf junge Touristinnen aus den USA in einem Dorf in der Bretagne gelandet - gut 800 Kilometer nördlich von ihrem Reiseziel. Laut einer Wirtin im bretonischen Dörfchen Leuhan zeigten die Frauen ihr eine Reservierung für ein Hotel in Lourdes.

Sie habe gleich an der Postleitzahl gesehen, dass es sich um den Wallfahrtsort in den Pyrenäen handelte, sagte Wirtin Manee Peron am Dienstag. Die Frauen, die von Los Angeles nach Paris geflogen waren, wurden vermutlich durch eine Kapelle namens Notre-Dame-de-Lourdes in die Irre geführt, die Ende des 19. Jahrhunderts in dem bretonischen Dorf errichtet wurde.

"Sie haben sicherlich Lourdes in ihr Navi-System eingegeben, aber ohne Postleitzahl - und sind dann in Leuhan gelandet", vermutete die Gastwirtin. Sie habe den Touristinnen auf einer Landkarte gezeigt, wo Lourdes liege. Die jungen Frauen, die kein Französisch sprechen, seien daraufhin "völlig orientierungslos und verzweifelt" gewesen.

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