E-Scooter werden auf Österreichs Straßen immer häufiger zum Unfallrisiko – besonders für Kinder und Jugendliche. Laut aktuellen Zahlen von Statistik Austria verletzten sich 2025 insgesamt 2.597 Menschen mit E-Scootern im Straßenverkehr.
Damit liegt die Zahl deutlich höher als noch vor wenigen Jahren. Besonders alarmierend: Experten beobachten immer mehr junge Fahrer unter den Verletzten.
Die vielen E-Scooter-Unfälle waren einer der Gründe für die hohe Anzahl verletzter Kinder im Straßenverkehr 2025. So wurden 2025 mehr als 3 500 Kinder (+16 %) bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, weitere 8 Kinder starben. Das ist der höchste Wert verunglückter (also verletzter oder getöteter) Kinder der vergangenen 18 Jahre, so die Statistik Austria.
Der Großteil der Kinder verunglückte als Pkw-Mitfahrer:in (31 %), mit dem Fahrrad (22 %) oder dem E-Scooter (18 %, siehe Grafik 2). 59 % der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, trugen zum Unfallzeitpunkt einen Radhelm, bei den E-Scooter-Fahrer:innen waren es nur 18 %.
Insgesamt erreichte die Zahl der Verkehrsverletzten 2025 mit 47.041 Personen den höchsten Stand seit 2017. Maßgeblich dafür verantwortlich seien laut Statistik Austria eben auch die stark gestiegenen Unfälle mit E-Scootern und E-Bikes.
Gleichzeitig stieg die Zahl verletzter Radfahrer auf 10.488. Das ist ein Plus von vier Prozent gegenüber 2024. Besonders bei E-Bikes gab es einen massiven Anstieg um 17 Prozent.
Auch tödliche Unfälle nehmen zu. Sechs Menschen starben 2025 bei E-Scooter-Unfällen. Noch dramatischer entwickelte sich die Situation bei Radfahrern: 65 Menschen kamen ums Leben - doppelt so viele wie 2024 mit 32 Todesopfern.
Experten warnen vor riskantem Verhalten, fehlenden Helmen und überschätzten Fahrkünsten. Gerade Kinder und Jugendliche unterschätzen oft Geschwindigkeit und Bremsweg der Fahrzeuge.
Immer wieder beobachtet die Polizei außerdem zu junge Fahrer oder manipulierte E-Scooter im Straßenverkehr. In Österreich dürfen E-Scooter grundsätzlich erst ab zwölf Jahren alleine benutzt werden – außer mit Fahrradausweis.