Fix: Strache verpasst den Einzug in den Gemeinderat

Heinz-Christian Strache kandidiert in Wien.
Heinz-Christian Strache kandidiert in Wien.picturedesk.com
Heinz-Christian Strache kämpft um seine politische Karriere. Es sieht nicht gut aus.

Heinz-Christian Strache hat einen tiefen, tiefen Fall hinter sich. Noch am Anfang des vergangenen Jahres war er Vizekanzler der Republik Österreich, Chef der FPÖ und auf dem Gipfel seiner Laufbahn. Der Absturz kam schnell und heftig. Zuerst trat er in der Folge der Ibiza-Affäre von seinen Posten ab, nach dem Spesen-Skandal im folgenden Herbst warf ihn die Wiener FPÖ schließlich aus der Partei.

Und nun? Jetzt grundelt der ehemalige Spitzenpolitiker Strache mit seinem "Team HC Strache" (THC) in der ersten Hochrechnung bei 3,6 Prozent herum. In den Gemeinderat könnte er theoretisch kommen, Wahlforscher sehen das aber als äußerst unrealistisch an.

Mehrfacher Spitzenkandidat

Schafft Strache es nicht in den Gemeinderat, würde seine ohnehin bereits bröckelnde Polit-Karriere wohl endgültig zerbröseln. Dann bliebe ihm vielleicht noch eines der 23 Wiener Bezirksparlamente, auch hier fungiert er jeweils als Spitzenkandidat. Dort erhalten die Bezirkspolitiker ein paar Hundert Euro im Monat, kein Vergleich zu Straches fürstlichem Vizekanzler-Gehalt, dem eigenen Büro und den Privilegien. Außerdem ist er noch Unternehmer im Beratungswesen, seine Kunden will Strache nicht nennen.

Doch selbst wenn Heinz-Christian Strache der Sprung in den Wiener Gemeinderat gelingt, steht er dort der kleinsten Fraktion vor, ohne politische Gestaltungsmacht. Immerhin bekäme er von den Steuerzahlern als Klubchef ohne Berufsverbot (Strache will sein Unternehmen jedenfalls weiterführen) 9.824 Euro brutto im Monat – und die Chance, sich im Gespräch zu halten. Um idealerweise bei einer kommenden Wahl wieder anzutreten.

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