Am Wochenende kam es Tillmitsch (Bezirk Leibnitz) zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Am Nachmittag geriet der Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Innerhalb kurzer Zeit griffen die Flammen auf das gesamte Gebäude über.
Nun ist klar, was für das Flammeninferno verantwortlich war. Wie die steirische Polizei am Montag in einer Aussendung mitteilt, konnten Experten schließlich den Balkon des Hauses im Obergeschoss als Brandherd ausmachen. Nach aktuellem Stand dürfte eine Zigarette das Feuer ausgelöst haben. Nun wird wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst ermittelt.
Bemerkt wurde das Feuer von einer aufmerksamen Nachbarin im Bereich des Balkons. Der 51-jährige Hausbesitzer selbst hatte den Brand zunächst nicht wahrgenommen. Erst durch den Hinweis der Nachbarin wurde er alarmiert.
Der Mann versuchte noch, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen - allerdings ohne Erfolg. Das Feuer breitete sich rasch aus. Dabei erlitt der 51-Jährige leichte Brandverletzungen. Er wurde vom Roten Kreuz ins Spital nach Wagna gebracht und ambulant versorgt.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der gesamte Dachstuhl bereits in Vollbrand. Insgesamt standen vier Feuerwehren mit sieben Fahrzeugen und 52 Kräften im Einsatz. Erst gegen 19:05 Uhr konnte endgültig "Brand aus" gegeben werden.
Die Folgen sind massiv: Der gesamte obere Stock wurde zerstört, Teile der Decke stürzten ein. Weitere Personen oder Tiere wurden nicht verletzt. Die Bewohner wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.