Der Winter hinterlässt im Körper oft deutlich mehr Spuren, als man im Alltag wahrnimmt. Weniger Sonnenlicht, eingeschränkte Bewegung und eine nicht immer ausgewogene Ernährung wirken über Wochen auf den Organismus ein. Viele Menschen bemerken die Folgen erst in der Übergangszeit zum Frühling – etwa durch anhaltende Müdigkeit, Völlegefühl oder eine träge Verdauung. In dieser Phase gehe es weniger um radikale Veränderungen als um ein besseres Verständnis für Körpersignale.
"Der Organismus stellt nicht von heute auf morgen um", erklärt Dr. Agnieszka Magg, Apothekerin und Mitgründerin von BerBerSan. Gerade nach einem intensiven Winter brauche der Körper Zeit, um Stoffwechselprozesse wieder zu aktivieren.
Der heurige Winter in Österreich war laut Experten durch längere Kälteperioden und wenige Sonnenstunden geprägt. Das habe den Organismus über Wochen gefordert. Stoffwechselprozesse liefen langsamer, der Körper sei stärker auf Erhaltung als auf Aktivierung ausgerichtet gewesen. Besonders Leber und Galle spielten dabei eine zentrale Rolle, da sie maßgeblich an der Verarbeitung von Fetten und Nährstoffen beteiligt sind.
"Wenn diese Systeme über längere Zeit belastet sind, äußert sich das häufig unspezifisch – etwa durch Trägheit, Druckgefühl oder Verdauungsbeschwerden", so Magg. Umso wichtiger sei es, diese Signale ernst zu nehmen und den Körper gezielt zu unterstützen.
Auch der Frühling selbst wird in der Naturheilkunde traditionell mit der Leber in Verbindung gebracht. "Sowohl in der europäischen Naturheilkunde als auch in der traditionellen Medizin gilt diese Jahreszeit als Phase der Aktivierung", erklärt die Apothekerin. Nach Monaten reduzierter Aktivität würden nun jene Prozesse wieder hochgefahren, die für Verdauung und Stoffwechsel entscheidend sind.
In diesem Zusammenhang rücken Bitterstoffe in den Fokus. Sie gelten als wichtiger Reizgeber für den Körper, da sie über Rezeptoren im Mund- und Verdauungstrakt Prozesse anstoßen können. Die Bildung von Verdauungssäften werde angeregt, das Zusammenspiel von Leber und Galle unterstützt.
"Bitterstoffe spielen im menschlichen Körper eine signalgebende Rolle. Ihr charakteristischer Geschmack ist kein Zufall, sondern ein evolutionär verankerter Reiz, den Körper frühzeitig auf die Nahrungsaufnahme vorzubereiten", so Magg.
Gleichzeitig beobachtet die Expertin, dass Bitterstoffe in der modernen Ernährung zunehmend fehlen. Lebensmittel seien stark auf süß und mild ausgerichtet, während bittere Geschmacksnoten kaum noch vorkommen. "Viele kennen den Geschmack fast nur noch aus Erzählungen der älteren Generationen", sagt Magg. Gleichzeitig nehme das Bewusstsein zu, dass genau diese Elemente früher eine wichtige Rolle gespielt hätten.
Ein besonderer Bitterstoff, der derzeit verstärkt diskutiert wird, ist Berberin. Er stammt aus der Berberitze und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenheilkunde verwendet.
"Berberin ist kein Lifestyle-Supplement, sondern ein gut untersuchter Naturstoff, der im Zusammenhang mit Leber-, Gallen- und Stoffwechselprozessen steht", erklärt Magg.
Mit Berberstin hat BerBerSan ein flüssiges Präparat entwickelt, das auf kaltgepressten Berberitzenfrüchten basiert. Im Unterschied zu Kapselprodukten setzt die Rezeptur auf direkten Geschmackskontakt.
"Der frühe Kontakt mit dem bitteren Geschmack kann bereits über sensorische Reize Verdauungsprozesse anstoßen", so Magg, die für die Entwicklung die Traditionelle Chinesische mit der Traditionellen Persischen Medizin verband.
BerBerSan wurde von der Apothekerin gemeinsam mit dem Internisten Dr. Babak Bahadori gegründet. Produziert wird in Schladming (Steiermark). Der Anstoß zur Entwicklung kam aus der Praxis: Ein Patient mit chronischem Hautjuckreiz zeigte trotz verschiedener Therapien keine nachhaltige Besserung, woraufhin Leber und Galle stärker in den Fokus rückten.
"Nicht jede Lösung muss neu erfunden werden", sagt Magg. "Manchmal braucht es nur einen anderen Blick auf bewährte Pflanzenstoffe."