Der Morgen beginnt für viele gleich: Kaffee aufsetzen, Vitamine einwerfen – und beides schnell miteinander kombinieren. Klingt effizient, gesund und praktisch. Doch genau diese Routine kann dafür sorgen, dass deine Supplements deutlich weniger wirken als gedacht. Denn was viele nicht wissen: Kaffee kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe im Körper beeinflussen – und damit den Effekt deiner Nahrungsergänzungsmittel abschwächen.
Um zu verstehen, warum diese Kombination problematisch ist, lohnt sich ein Blick in die Chemie deiner Tasse. Kaffee enthält hunderte verschiedene Stoffe – zwei davon sind besonders relevant: Tannine und Koffein.
Tannine sind pflanzliche Stoffe, die eigentlich als Antioxidantien gelten. Gleichzeitig wirken sie aber auch als sogenannte "Anti-Nährstoffe": Diese binden bestimmte Mineralstoffe im Verdauungstrakt – und machen es dem Körper dadurch schwerer, sie aufzunehmen.
Koffein bringt einen weiteren Effekt mit sich: Es regt die Verdauung an und beschleunigt die Passage durch den Darm. Das kann dazu führen, dass dem Körper weniger Zeit bleibt, Nährstoffe aufzunehmen.
Wer glaubt, mit Tee oder entkoffeiniertem Kaffee auf der sicheren Seite zu sein, liegt nur teilweise richtig. Klassische Tees wie grüner oder schwarzer Tee enthalten ebenfalls Tannine – und können die Nährstoffaufnahme beeinflussen.
Auch entkoffeinierter Kaffee ist keine perfekte Alternative, da er weiterhin Tannine enthält. Besser geeignet sind Kräutertees: Sie enthalten weder Koffein noch relevante Mengen an Tanninen und gelten daher als unproblematisch.
Die gute Nachricht: Du musst nicht auf deinen Kaffee verzichten. Die wichtigste Regel lautet: Abstand halten. Experten empfehlen, mindestens zwei Stunden zwischen Kaffee und Supplement-Einnahme einzuplanen.
Alternativ kannst du deine Supplements einfach auf einen anderen Zeitpunkt verschieben – etwa Magnesium am Abend oder Eisen nüchtern am Morgen, aber ohne Kaffee.