Schluck für nichts?

Trinkst du DAS, wirken deine Supplements nicht mehr

Viele kombinieren ihre Vitamine mit dem Morgenkaffee. Doch genau das kann dafür sorgen, dass sie kaum im Körper ankommen.
Heute Life
27.03.2026, 22:39
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Der Morgen beginnt für viele gleich: Kaffee aufsetzen, Vitamine einwerfen – und beides schnell miteinander kombinieren. Klingt effizient, gesund und praktisch. Doch genau diese Routine kann dafür sorgen, dass deine Supplements deutlich weniger wirken als gedacht. Denn was viele nicht wissen: Kaffee kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe im Körper beeinflussen – und damit den Effekt deiner Nahrungsergänzungsmittel abschwächen.

Warum Kaffee nicht dazu passt

Um zu verstehen, warum diese Kombination problematisch ist, lohnt sich ein Blick in die Chemie deiner Tasse. Kaffee enthält hunderte verschiedene Stoffe – zwei davon sind besonders relevant: Tannine und Koffein.

Tannine sind pflanzliche Stoffe, die eigentlich als Antioxidantien gelten. Gleichzeitig wirken sie aber auch als sogenannte "Anti-Nährstoffe": Diese binden bestimmte Mineralstoffe im Verdauungstrakt – und machen es dem Körper dadurch schwerer, sie aufzunehmen.

Koffein bringt einen weiteren Effekt mit sich: Es regt die Verdauung an und beschleunigt die Passage durch den Darm. Das kann dazu führen, dass dem Körper weniger Zeit bleibt, Nährstoffe aufzunehmen.

Diese 4 Supplements solltest du nicht mit Kaffee kombinieren

1
Eisen
Wer Eisen einnimmt, sollte besonders vorsichtig sein. Kaffee kann die Aufnahme massiv beeinträchtigen. Forschungsergebnisse zeigen, dass das Trinken von Kaffee zusammen mit einer eisenreichen Mahlzeit oder einem Supplement die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen um bis zu 54 Prozent reduzieren kann. Das liegt daran, dass Tannine das Eisen binden – und der Körper es dann schlechter verwerten kann.
2
Kalzium
Der Nährstoff ist wichtig für Knochen, Zähne und Muskeln. Die Auswirkungen von Kaffee sind hier zwar geringer, aber nicht ganz irrelevant: Koffein kann die Ausscheidung von Kalzium leicht erhöhen und die Aufnahme minimal hemmen. Für gesunde Menschen meist unproblematisch – wer jedoch ohnehin zu wenig Kalzium zu sich nimmt, sollte aufpassen.
3
Magnesium
Magnesium unterstützt Muskeln, Schlaf und den Stoffwechsel. Auch hier kann Kaffee dazwischenfunken: Studien zeigen, dass Koffein die Ausscheidung von Magnesium leicht erhöhen kann. Für die meisten kein großes Problem – wer jedoch gezielt supplementiert, sollte Magnesium besser mit Wasser einnehmen.
4
Zink
Zink ist besonders in der Erkältungszeit beliebt, doch ähnlich wie bei Eisen können Tannine die Aufnahme erschweren. Die Folge: Der Körper kann das Zink schlechter verwerten – und der gewünschte Effekt bleibt aus.

Und was ist mit Tee?

Wer glaubt, mit Tee oder entkoffeiniertem Kaffee auf der sicheren Seite zu sein, liegt nur teilweise richtig. Klassische Tees wie grüner oder schwarzer Tee enthalten ebenfalls Tannine – und können die Nährstoffaufnahme beeinflussen.

Auch entkoffeinierter Kaffee ist keine perfekte Alternative, da er weiterhin Tannine enthält. Besser geeignet sind Kräutertees: Sie enthalten weder Koffein noch relevante Mengen an Tanninen und gelten daher als unproblematisch.

Der richtige Zeitpunkt macht den Unterschied

Die gute Nachricht: Du musst nicht auf deinen Kaffee verzichten. Die wichtigste Regel lautet: Abstand halten. Experten empfehlen, mindestens zwei Stunden zwischen Kaffee und Supplement-Einnahme einzuplanen.

Alternativ kannst du deine Supplements einfach auf einen anderen Zeitpunkt verschieben – etwa Magnesium am Abend oder Eisen nüchtern am Morgen, aber ohne Kaffee.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.03.2026, 22:39
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