Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen. Fast 5000 Neuerkrankungen werden in Österreich jährlich registriert. Jedes Jahr sterben mehr als 2000 Menschen daran. Je früher er erkannt wird, desto besser kann er behandelt werden und desto höher ist die Überlebensrate.
Eine große Studie aus Schweden zeigt, dass Vorsorgeuntersuchungen den Darmkrebs deutlich reduzieren können. Es wurden über 278.000 Menschen zwischen 59 und 62 Jahren untersucht.
55 % nahmen am Stuhltest teil, 35 % gingen zur Darmspiegelung. Der Grund liegt auf der Hand: Der Stuhltest ist einfacher, schneller und weniger belastend.
Nach knapp fünf Jahren zeigte sich ein klarer Effekt: Sowohl Stuhltest als auch Darmspiegelung reduzierten die Zahl der Darmkrebserkrankungen im Vergleich zu Menschen ohne Vorsorge. Der Stuhltest schnitt dabei zunächst etwas besser ab – vor allem, weil mehr Menschen daran teilnahmen.
Die Darmspiegelung hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Sie entdeckt mehr Krebserkrankungen im Frühstadium.
In Österreich wurde das Alter für das staatliche Darmkrebs-Vorsorgeprogramm im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung von 50 auf 45 Jahren gesenkt.
Erster Ansprechpartner für eine Vorsorgeuntersuchung ist der Hausarzt. Die Untersuchung selbst führt ein Facharzt für Innere Medizin oder Chirurgie durch. Detaillierte Informationen HIER.
Stuhltest als auch Darmspiegelung sind sinnvoll, die Darmspiegelung bietet langfristig aber wohl die größten Vorteile.
Ein entscheidender Punkt: In der Gruppe ohne Vorsorge wurden viele Krebserkrankungen erst spät entdeckt – oft dann, wenn sie schwerer behandelbar sind.
Die höhere Zahl an frühen Diagnosen bei den untersuchten Gruppen zeigt: Ohne Screening bleiben viele Tumore lange unentdeckt – das senkt die Heilungs- und Überlebenschancen.