Zittern vor dem Anpfiff: Jetzt fährt Dortmund vor

Hochspannung in Dortmund. Am Tag nach dem Sprengstoff-Anschlag sind die Spieler am Weg zum Stadion.
Ausnahmezustand bei Borussia Dortmund. Nur 24 Stunden nach einem brutalen Sprengstoff-Attentat auf den Teambus, bei dem sich Marc Bartra schwer an der Hand verletzte, sollen Pierre-Emerick Aubameyang und Co. Leistung auf dem Platz bringen und die Basis für den Einzug ins Halbfinale der Champions League legen. Können sie das?

So lief der Tag der BVB-Spieler

Nach dem Bomben-Schock schliefen Reus und Co. nicht im Mannschaftshotel, sondern in den eigenen Betten. Viele Spieler hatten Probleme beim Einschlafen, manche schliefen gar nicht.

Um 9 Uhr trafen die ersten Profis beim Trainingsgelände ein. Das Gebiet war Hochsicherheitszone und wurde von der Polizei weiträumig abgeriegelt.

"Nicht vor Terror einknicken"

Bereits am Vormittag sprach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (57) zur Mannschaft: "Ich habe in der Kabine an die Mannschaft appelliert, der Gesellschaft zu zeigen, dass wir vor dem Terror nicht einknicken", stellte er klar. Und weiter: "Die BVB-Familie war immer dann besonders stark, wenn sie schwierige Situationen meistern musste. Dies ist vielleicht die schwierigste Situation, die wir in den vergangenen Jahrzehnten hatten. Und ich bin sicher, dass wir uns als BVB so stark und geschlossen wie nie zuvor zeigen werden!"

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Ab 11 Uhr Uhr ließ Trainer Thomas Tuchel seine Mannschaft 30 Minuten anschwitzen. Im Anschluss verließen Sokratis und Co. das Vereinsgelände in ihren Privat-Autos, während der Ersatz-Mannschaftsbus vorgefahren wurde. Dieser wurde im Anschluss von Sprengstoffspürhunden der Polizei untersucht.



"Spielern ist Einsatz freigestellt"


Am Nachmittag verbrachten die Spieler noch zwei Stunden daheim bei ihren Familien. Torwarttrainer Teddy de Beer verriet: „Die Jungs sind gefragt worden, wie sie sich fühlen. Und wenn einer sagen kann, er fühlt sich absolut nicht in der Lage zu spielen, dann ist es ihm auch freigestellt."

Ab 18.45 Uhr rollte der Ball.

(mh)

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