Der Samariterbund Niederösterreich teilt die Bedenken des Bundesverbandes zur geplanten Zivildienstregelung.
"Zivildienstleistende sind eine unverzichtbare Stütze im Rettungsdienst. Allein in Niederösterreich verfügen wir über 204 Zivildienststellen und können jährlich bis zu 254 Zivildienstleistende einsetzen. Allerdings sind längst nicht alle Stellen besetzt. Besonders die Termine zu Jahresbeginn sind schwach ausgelastet, während die Einrückungstermine im Herbst vor allem bei Maturanten und künftigen Studierenden stärker gefragt sind", erklärt Hannes Sauer, Präsident des Samariterbundes Niederösterreich.
Eine Verlängerung des Zivildienstes könne grundsätzlich Vorteile bringen, müsse jedoch verbindlich und praxistauglich gestaltet werden. "Wir investieren rund zwei Monate in die fundierte Ausbildung unserer Zivildienstleistenden. Eine längere Einsatzdauer wäre daher auch im Interesse einer stabilen Gesundheitsversorgung sinnvoll. Eine rein freiwillige Lösung reicht aber nicht aus, um verlässlich planen zu können", so Sauer.
Kritisch sieht der Landesverband zudem, dass die Einsatzorganisationen in die Ausarbeitung der Reform nicht eingebunden wurden. "Wer eine tragfähige Lösung für den Rettungs- und Sozialbereich schaffen möchte, muss jene Organisationen einbeziehen, die täglich für die Versorgung der Bevölkerung verantwortlich sind", betont Sauer abschließend.