Ein tragischer Vorfall erschüttert den Zoo Basel: Ein Gorilla-Männchen hat sein erst vier Tage altes Baby durch einen Biss in den Brustkorb tödlich verletzt. Der Zoo spricht von einem unbeabsichtigten Biss bei Rangeleien zwischen Vater und Mutter.
Die 37-jährige Gorilla-Mutter "Joas" hatte ihr Baby seit der Geburt eng am Körper getragen. Doch der 14-jährige Vater "Yeba" nahm das Baby am Dienstag an sich und ließ die Mutter nicht mehr in seine Nähe. Bei dem folgenden Konflikt kam es zu dem tödlichen Biss. Das Gorilla-Baby ist nach wie vor im Gehege, da die Mutter instinktiv längere Zeit von dem toten Jungtier Abschied nehmen wird und der Zoo in dieses natürliche Verhalten nicht eingreifen möchte.
Auch im Tiergarten Schönbrunn gibt es immer wieder niedlichen Nachwuchs:
Am selben Tag hatte "Yeba" bereits das elfjährige Männchen "Mobali" durch einen Biss so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Der Vater war erst im Oktober aus einem Zoo in Frankreich nach Basel gekommen – es war sein erster Nachwuchs.
Nach Angaben des Zoos ist das Töten von Jungtieren durch Artgenossen bei Gorillas nicht ungewöhnlich. Die Ursachen seien vielfältig und stünden im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen.
Die Affengruppe steht nun unter besonderer Beobachtung. In den kommenden Wochen wird die Geburt eines weiteren Jungtiers erwartet. Der Zoo steht dazu im Austausch mit Experten. Das Affenhaus bleibt weiter für Besucher geöffnet.