Wien

Zufahrt zu eng: Busfahrer müssen Rampe auslegen

Kuriose Szenen in Floridsdorf: Weil eine Einschleifspur falsch bemessen wurde, wird das Einsteigen für die Fahrgäste zur Herausforderung.
Heute Redaktion
01.02.2022, 17:42

Schildbürgerstreich in Wien-Floridsdorf: Weil die Einschleifspur falsch bemessen wurde, ist die Kurve vor der Station Adolf-Loos-Gasse/Ecke Oswald Redlich-Straße für die 29A-Busse zu eng. Die Lenker können in der Haltestelle nicht parallel zum Gehsteig stehenbleiben, Fahrgäste müssen einen Spalt überwinden. Die Kluft macht das Einsteigen besonders für gehbehinderte Fahrgäste zur Herausforderung. Um alle sicher in den Bus zu bekommen, helfen sich die Fahrer nun auf ihre Weise: Die Stolperfalle wird mit einer Rampe überbrückt.

Diese wird normalerweise nur für Rollstuhlfahrer ausgefahren. Bezirksrat Hans Jörg Schimanek wundert sich: Bereits im November sei im Bezirk entschieden worden, in der Station die Zufahrt zu ändern. Passiert ist bisher nichts. Die Wiener Linien sind informiert: "Wir sind um Barrierefreiheit bemüht und werden das prüfen."

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Umbau angekündigt, nichts passiert

Anrainer Hugo F. beobachtete das Geschehen und bat Bezirksrat Hans Jörg Schimanek (Wir für Floridsdorf) um einen Lokalaugenschein. Schimanek sah sich die Situation vor Ort an und wunderte sich über die Untätigkeit der Behörde. Denn es wurde entschieden, den Parkwinkel um acht Meter zurückzuverlegen und zur Einfahrt der Busse einen Keil zu markieren. 

In einem Schreiben ist davon die Rede, dass der Umsetzungszeitpunkt der Maßnahmen nicht bei den Wiener Linien liege. "Diese Vorgehensweise kann man nur als peinliches Abputzen bezeichnen", so Schimanek. Er fordert die Behörden auf, umgehend tätig zu werden. Vor allem im Hinblick auf den nächsten Schneefall. "Dann müssen die Fahrgäste durch den Matsch, um zum Bus zu gelangen", so der Bezirkspolitiker. Die zuständige Behörde war für ein Statement bislang nicht erreichbar. 

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