Die Nockis zählen seit Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten Schlagerbands Österreichs.
Mit dem Album "Eins" gelang Gottfried Würcher & Co. nun bereits zum 15. Mal der Sprung an die Spitze der österreichischen Hitparade. Lediglich die Wiener Philharmoniker konnten noch häufiger Platz 1 der Albumcharts erstürmen.
Erst vor zwei Wochen feierten 10.000 Fans das Nockisfest in der Kärntner Heimat. Gemeinsam mit Freunden und Musikerkollegen wie Jogl Brunner, den Edlseern oder Natalie Holzner sorgten sie für eine Woche Ausnahmezustand am Millstätter See.
"Die Menschen, die zu uns kommen, mögen das, was wir machen – das ist also eine Win-Win-Situation", erzählt "Friedl" Würcher im neuen Podcast "Schlagermelange" von und mit Julia Raich.
Und der 67-Jährige gerät ins Schwärmen: "Das ist das Schönste an der Musik, wenn man das im Leben machen darf, was man gerne macht; Menschen geben kann, die das gerne machen möchten, aber nicht können, aber dafür gerne genießen. Und ich glaube, das ist etwas, wo ich schon mit ruhigen Gewissen sagen kann, es ist einer der schönsten Berufe auf der Welt".
Die Fangemeinde der Kärntner Partyband ist seit vier Jahrzehnten stetig gewachsen und zu einer großen Familie geworden. Waren es anfangs volkstümliche Schlager à la "Drei Finger aufs Herz" oder "Schwarzer Sand von Santa Cruz", begeistern die Nockis inzwischen auch mit jüngeren Themen und Titeln – auch, wenn sie damit ein Radio-Verbot riskieren.
"Wir haben auch ein bisschen polarisiert, aber nie so, dass es negativ war. Ich hab schon erwählt, das Lied 'Du warst der geilste Fehler meines Lebens' hat man z.B. in ORF Radio Kärnten nicht gespielt, wegen dem Wort 'geil'. Das war die beste Werbung. Also auf diese Art haben wir schon polarisiert, aber wir haben noch nie irgendetwas gemacht, was verboten ist oder was man nicht macht. Da gibt's andere Beispiele genug, da will ich nicht mithalten oder konkurrieren", lacht er.
Die Nockis-Schlager sind für viele inzwischen eine Lebenseinstellung geworden!. Daher überrascht es auch nicht, dass "Friedl" noch nicht ans Ruhigertreten denkt.
"Also momentan ist es überhaupt kein Thema, weil ich sag, warum sollte ich aufhören, wenn die Leute zu uns kommen? Die Kollegen, außer dem Wilfried [Wiederschwinger ist aktuell 67 Jahre alt, Anm.] sind ja jünger und die haben noch Energie. Wir haben sie auch noch." Wir finden das ... geil!