"Zu ihrem eigenen Schutz" – Verbote für Ungeimpfte

Steigen die Coronazahlen weiter an, drohen Verbote – vorerst wohl nur für Ungeimpfte.
Steigen die Coronazahlen weiter an, drohen Verbote – vorerst wohl nur für Ungeimpfte.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Angesichts steigender Coronazahlen scheinen neue Verschärfungen bereits fix. Treffen soll es allerdings vorerst nur Ungeimpfte – zu ihrem Schutz.

Am Mittwoch wird die Bundesregierung über neue Corona-Maßnahmen beraten. Die erste davon scheint schon fix zu sein, wie der Gesundheitsminister sagt. "Wir werden als Erstes einen Schritt bei der Maskenpflicht indoor machen", ließ Wolfgang Mückstein bereits am Wochenende wissen. Auch 1G sei in Planung, möglicherweise ab ab Oktober, so Mückstein: "Ein Bereich ist die Nachtgastronomie, aber auch Stehpartys wie beim Après-Ski."

"Das heißt, dass Ungeimpfte in diese Risikobereiche keinen Zutritt haben sollen. Zu ihrem eigenen Schutz"

Treffen werden die Maßnahmen – zumindest vorerst – wohl nur die Ungeimpften. Ganz in ihrem eigenen Sinne, wie Mückstein sagt: "Das Virus unterscheidet zwischen ungeimpften Menschen und geimpften" und "das heißt, dass Ungeimpfte in diese Risikobereiche keinen Zutritt haben sollen. Zu ihrem eigenen Schutz". Sogar ein harter Lockdown sei als letzter Ausweg vorstellbar, allerdings ebenfalls nur für Ungeimpfte, ließ der Gesundheitsminister durchblicken.

Es habe "keinen Sinn, Geimpfte irgendwo nicht hineinzulassen", so Mückstein: "Uns sagen die Experten, dass es keinen Unterschied macht, ob Geimpfte zu Hause bleiben oder nicht", wird er von der "Krone" zitiert. An der Impfung scheint generell in Österreich kaum mehr ein Weg vorbeizuführen, wie auch Bundeskanzler Sebastian Kurz am Wochenende andeutete: "Wir werden das Virus auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch haben", sagt er auf Servus TV.

"Niemand kann vorhersagen, wie der Herbst oder der Winter wird"

"Ich bin niemand, der die Bevölkerung anlügt", sagte Kurz, ob es noch einen Lockdown geben werde, "niemand kann vorhersagen, wie der Herbst oder der Winter wird". Erst bei einer Durchimpfungsrate von 80 Prozent "würde ich mich als Bundeskanzler trauen auszusprechen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch einmal ein Problem wird". Und der Kanzler warnte: "Eines ist hundertprozentig sicher: Wer nicht geimpft ist, wird sich früher oder später anstecken."

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