Sie verlangen 15.000 Euro

Zu kleiner Nacktbereich – FKK-Fans verklagen AIDA

Nach einer Weltreise, die rund 70.000 Euro gekostet hat, zieht ein Ehepaar aus Deutschland gegen die Reederei AIDA vor Gericht.
Newsdesk Heute
25.07.2026, 07:01
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Die beiden 71-jährigen Eheleute aus Dortmund verlangen jetzt rund 15.400 Euro Entschädigung. Sie werfen der Reederei vor, dass der ursprünglich große FKK-Bereich auf der AIDAdiva nach dem Umbau nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Wie 20 Minuten berichtet, beschäftigt sich mittlerweile das Landgericht Rostock mit dem Fall.

Gebucht haben die beiden ihre Weltreise bereits im Februar 2024. Von November 2025 bis März 2026 wollten sie einmal um die Welt schippern. Laut dem Ehepaar sei auf den Deckplänen der AIDA-Website damals noch ein großzügiger FKK-Bereich mit vielen Liegen, Schattenplätzen, Duschen und Whirlpools für alle Gäste eingezeichnet gewesen.

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Ehemann spricht von "FKK-Kästchen"

Doch nach einem Umbau habe sich alles geändert. Der frühere FKK-Bereich wurde zum sogenannten Skydeck umgewandelt – und das ist jetzt laut den Klägern nur noch für Suitengäste zugänglich.

Für die anderen Passagiere blieb nur ein winziger FKK-Bereich übrig. Der Ehemann spricht sogar von einem "FKK-Kästchen". Dort gebe es kaum Platz, die Liegen stehen eng aneinander, Whirlpool und Dusche fehlen komplett, und Schatten ist ebenfalls Mangelware. Zudem sei der Bereich nicht ausreichend vor neugierigen Blicken geschützt.

Das Ehepaar behauptet, AIDA habe vor Reisebeginn nicht klar gemacht, dass der alte FKK-Bereich nicht mehr für alle Gäste offen ist.

Weltreise kostete stolze 70.000 Euro

Schon während der Reise hat der Mann, ein früherer Finanzrichter und heutiger Rechtsanwalt, eine schriftliche Mängelanzeige bei AIDA eingereicht. Er setzte der Reederei eine Frist von 48 Stunden, um die Mängel zu beheben. Das Paar sprach auch mit dem Hoteldirektor der AIDAdiva. Dieser zeigte Verständnis, konnte das Skydeck aber nicht für alle öffnen.

Jetzt fordert das Ehepaar vor Gericht eine Preisminderung von 22 Prozent. Das wären bei einem Gesamtpreis von 70.000 Euro rund 15.400 Euro.

Der Kläger berichtet, dass das Gericht in der Verhandlung angedeutet habe, nur eine Preisminderung von fünf Prozent für angemessen zu halten. Der Anwalt von AIDA will die Klage komplett abweisen. Die Reederei selbst wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.07.2026, 07:01