Für Österreicher ist es völlig selbstverständlich: Nach dem Toilettengang landet das Papier im WC, einmal spülen – fertig. Doch in manchen beliebten Urlaubsländern kann genau das zum Problem werden.
Wer die dortige Regel ignoriert, riskiert verstopfte Rohre und im schlimmsten Fall sogar teure Reparaturen.
In Europa sind besonders Länder rund ums Mittelmeer betroffen. So etwa viele Regionen Griechenlands. Der Grund: Die Abwasserrohre sind oft älter und deutlich schmaler als in Österreich. Dazu kommt, dass vielerorts weniger Wasser zur Verfügung steht. Das System ist schlicht nicht dafür ausgelegt, größere Mengen Papier problemlos abzutransportieren. Das gilt nicht nur auf den Inseln, sondern auch in zahlreichen Gegenden am Festland.
Für Touristen wirkt der kleine Mistkübel neben der Toilette zunächst ungewohnt – manchmal sogar unangenehm. Doch genau dort gehört das benutzte Toilettenpapier in vielen Unterkünften hin.
Ein Deckel und eine regelmäßige Entleerung sollen dabei verhindern, dass Gerüche entstehen. Wer die Hinweise im Hotel oder in der Ferienwohnung beachtet, erspart sich jedenfalls Ärger mit dem Abfluss.
Auch in Ländern wie Thailand, Vietnam, Kambodscha und China gelten andere Toilettengewohnheiten. Dort kommen häufig Bidetduschen zum Einsatz, die umgangssprachlich auch "Bum Guns" genannt werden.
Das Papier wird in solchen Fällen – wenn überhaupt – oft nur zum Abtrocknen verwendet.