Heftige Kritik

"Zu lange untätig" – 104 Wochen Wartezeit auf Knie-OP

Bis zu zwei Jahre warten Patienten in Oberösterreich auf eine Knie-OP. Die SPÖ spricht von politischem Versagen und schlägt Alarm.
Oberösterreich Heute
11.04.2026, 22:49
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das Gesundheitssystem in OÖ gerät immer stärker unter Druck. Lange Wartezeiten, steigende Kosten und wachsender Frust bei Patienten sorgen für immer mehr Kritik. Besonders drastisch zeigt sich die Lage bei Operationen.

OP-Wartezeiten explodiert

Die SPÖ betont, dass Patienten aktuell bis zu zwei Jahre auf eine Knie-OP warten müssen. Laut aktuellen Zahlen liegt die maximale Wartezeit bei 104 Wochen – mehr als doppelt so lange wie noch vor wenigen Jahren.

Gesundheitssprecher Peter Binder macht dafür die Politik verantwortlich: "Die Landesregierung war zu lange untätig, das hat zu vielen Problemen geführt." Warnungen habe es seit Jahren gegeben – passiert sei wenig.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Die Entwicklung sei klar nachvollziehbar: 2022 lag die maximale Wartezeit noch bei 44 Wochen, Ende 2025 bereits bei 87 Wochen. Auch bei anderen Eingriffen spitze sich die Lage zu. Für Hüftoperationen beträgt die Wartezeit aktuell bis zu 96 Wochen, gleichzeitig würden wegen Personalmangels immer wieder Operationen gestrichen.

"Damals schon zu lang"

SPÖ-Klubchefin Sabine Engleitner-Neu spricht von einem System, in dem viele Menschen immer stärker belastet werden: "Was damals schon zu lang war, hat sich teils vervierfacht", sagt sie. Gleichzeitig finanziere sich das Gesundheitssystem "zunehmend über die Taschen der Menschen". Binder ergänzt: "Weder das engagierte Personal noch die Patient:innen dürfen weiter unter fehlerhafter Steuerung leiden."

Hintergrund der Kritik ist die neue SPÖ-Gesundheitskampagne "Platz für Gesundheit – Versorgen statt vertrösten". Die Partei fordert mehr Kassenärzte, Wartezeiten von maximal einem halben Jahr bei planbaren Operationen und mehr Prävention.

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.04.2026, 22:49
Jetzt E-Paper lesen