Zu weite Sprünge in Kitz: "So ist es zu gefährlich!"

Christof Innerhofer war im ersten Abfahrtstraining in Kitzbühel der Schnellste. Das Thema waren die weiten Sprünge. Tenor: "So ist es zu gefährlich!"

Christof Innerhofer fixierte im ersten Training für die Kitzbühel-Abfahrt am Samstag die Bestzeit. Der Italiener war in 1:55:46 Minuten der Schnellste vor Steven Nyman (US, +0,28), Matteo Marsaglia (ITA, +0,46) und Aleksander Kilde Aamodt (NOR, +0,46).

Die Österreicher hielten sich beim ersten Abtasten noch zurück, zwei Mitfavoriten landeten im Spitzenfeld: Hannes Reichelt (+0,50) fuhr auf Platz fünf, Matthias Mayer auf Platz 13 (+1,33) – ein Zehntel hinter Aksel Lund Svindal (Nor, +1,23).

Vincent Kriechmayr (24., +1,99) und Max Franz (38., +3,59) verloren mehr Zeit. Auch Beat Feuz (SZ, 30., +2,69) ging es noch "gemütlich" an.

"So ist es zu gefährlich"

Das Thema unter den Fahrern waren die weiten Sprünge: 50 Meter flogen Hannes Reichelt und Co. bei der Mausefalle durch die Luft, auch beim Seidlalm-Sprung ging es zu weit. "So ist es zu gefährlich", meinte Wengen-Sieger Beat Feuz (SUI). "Die Sprünge sind einfach weiter als in den letzten Jahren. Das muss man sich noch anschauen", meinte Reichelt.

Athletensprecher Aksel Lund Svindal soll das mit der Rennleitung besprechen.

Ansonsten präsentierte sich die Streif in einem guten, pickelharten Zustand. In der Top-Gruppe der besten 30 Abfahrer gab es keine Stürze.

Wetterprognose ist nicht rosig

Wie geht es weiter in Kitzbühel? Ab Dienstagmittag erreicht eine Kaltfront die Gamsstadt. "Wind ist angesagt, die Bedingungen werden schlechter", erklärt OK-Chef Michael Huber. Mit Regen und Schneefall ist zu rechnen. Richtig ungemütlich wird der Mittwoch. "Da erwarten wir einen klassischen Wintertag. Es wird stürmen und schneien. Oben erwarten wir 20 bis 30 Zentimeter, im Tal um die 15 Zentimeter Neuschnee", sagt Huber. Vorsorglich wurde das Training für diesen Tag bereits gestrichen.

Am Donnerstag ist für 11:30 Uhr das finale Training angesetzt. "Da sollte das Wetter wieder okay werden. Wir gehen von einem Training aus. Über das Wochenende kann man aber noch nicht viel sagen."

"Wird schwierige Woche"

Renndirektor Markus Waldner geht jedenfalls von einer "schwierigen Woche" aus. "Aber wir haben alles unter Kontrolle, wir haben ein gutes Team", versichert er.

Am Freitag steigt in Kitzbühel der Super-G, am Samstag folgt die klassische Abfahrt auf der 3.312 Meter langen Streif. Krönender Abschluss: Der Slalom auf dem Ganslernhang am Sonntag.

(Heute Sport)

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