Ein abgerissenes Oberleitungskabel hat am Freitag in Niedersachsen für einen Schreckmoment gesorgt. Der Lokführer eines ICE, der von Hamburg nach München unterwegs war, musste kurz nach dem Bahnhof Bardowick die Notbremse ziehen.
Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) hat der Lokführer gesehen, dass die Oberleitung herunterhing und sofort reagiert. Die Ursache sei nicht bekannt. Die Bundespolizei in Bremen teilte mit, sie ermittle.
Im Zug waren rund 460 Fahrgäste. Ein Notfallmanager der Bahn musste gemeinsam mit der Feuerwehr zuerst die Oberleitung erden, damit niemand einen Stromschlag bekommt. Die Strecke wurde gesperrt.
Fernzüge und Güterzüge mussten über Verden ausweichen, so die DB-Sprecherin weiter. Wie lange die Sperre noch dauert, war am Freitag zunächst unklar. Weil die eigentliche Strecke zwischen Hamburg und Berlin gerade generalsaniert wird, fahren die Züge derzeit unter anderem über Bardowick bei Lüneburg.