Der Palmsonntag ist der Tag, an dem Jesus feierlich in Jerusalem eingezogen ist. Daher finden am Sonntag in vielen Pfarren Prozessionen statt. Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche. Ihr Höhepunkt ist Ostern. Damals jubelten die Menschen Jesus zu. Sie breiteten Palmzweige vor ihm aus. Bei uns werden mangels Palmen meist Sträuße aus Palmkatzerln verwendet.
Oft schon wurden in der Geschichte Personen bejubelt, die mit großen Versprechungen dahergekommen sind. Auch heute fehlt es nicht an ihnen. Sie verheißen Frieden und zetteln trotzdem Kriege an. Sie versprechen eine bessere Welt und mehr Wohlstand und können nicht verhindern, dass es vielen schlechter geht.
Jesus ist einen anderen Weg gegangen. Das zeigt sein ganzes Leben. Nicht mit militärischer Macht, sondern bescheiden auf einem einfachen Esel reitet er nach Jerusalem. Jesus spricht von einem Frieden, der nicht durch Waffen kommt.
Hatte er damit Erfolg? Am Karfreitag stirbt Jesus am Kreuz. Doch dabei ist es nicht geblieben. Am nächsten Sonntag feiern wir Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu. Keine Macht der Welt kann den Tod besiegen. Seit aber Jesus vom Tod erstanden ist, hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Gott ist ein Gott des Lebens.