Siegerehrung in Wimbledon

Zverev nach Pleite zu Sinner: "Ich mag dich nicht mehr"

Alexander Zverev verlor das Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner. Dann bewies der Deutsche Humor.
Sport Heute
12.07.2026, 22:24
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Alexander Zverev umklammerte seinen silbernen Trostpreis und holte sich den aufmunternden Applaus ab. Bei der Siegerehrung mit Prinzessin Kate auf dem "Heiligen Rasen" von Wimbledon konnte der deutsche Tennisstar trotz aller Enttäuschung schnell wieder lachen.

"Jannik, ich mag dich nicht mehr", sagte der Hamburger mit einem Augenzwinkern in Richtung seines Angstgegners Jannik Sinner, der Zverevs Traum vom prestigeträchtigsten aller Tennis-Titel hatte platzen lassen. "Du hast mich jetzt neun Mal in Serie geschlagen."

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So eng wie im Wimbledon-Finale war es zuletzt aber nie. Zverev verpasste 35 Tage nach seiner Erlösung bei den French Open das nächste Kapitel Tennisgeschichte. Er verlor in einem spannenden Finale 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen den neuen und alten Champion Sinner, kassierte die nächste Niederlage in Serie gegen den Dominator aus Südtirol - und ließ die Chance aus, sich 35 Jahre nach Michael Stich zum neuen "deutschen König" beim Rasenklassiker zu krönen.

"Jannik hat wieder gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist", sagte Zverev. "Auch wenn wir dieses Finale verloren haben: Es waren unglaubliche zwei Monate", schloss Zverev versöhnlich.

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Sinner fand im Anschluss warme Worte für seinen diesmal beinahe ebenbürtigen Kontrahenten. "Du hast ein Ziel erreicht, einen Grand Slam zu gewinnen. Du hast es in Paris geschafft. Aber wenn du so spielst, bin ich mir sicher, dass du auch diesen Titel zu Hause haben wirst. Bleib dran", sagte Sinner: "Ich weiß, ein weiteres Ziel von dir ist es, die Nummer eins der Welt zu werden. Du bist sehr nah dran. Wir müssen vorsichtig sein."

Vor den Augen des Bundeskanzlers Merz sowie Kate und Prinz William hätte Zverev als erst dritter Deutscher nach dem dreimaligen Champion Boris Becker und Stich im Londoner Stadtteil SW19 triumphieren können. Doch das sehnsüchtige Warten geht weiter. Geschlechterübergreifend gewann zuletzt Angelique Kerber 2018 den Titel im All England Club.

Als Trostpreis darf er sich zumindest über den Sprung auf Rang zwei der Weltrangliste, der ihm mit dem Einzug in das Endspiel gelungen war, und über ein stattliches Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,11 Millionen Euro freuen. Sinner meldete sich derweil nach seinem schockierenden Zweitrunden-Aus bei den French Open eindrucksvoll zurück und erhielt für seinen fünften Major-Titel umgerechnet 4,22 Millionen Euro.

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