Nach dem blamablen Erstrunden-Aus in Wimbledon zog der Deutsche kurzzeitig die Reißleine. Zverev reiste nach Mallorca, trainierte dort mit Onkel Toni, dem langjährigen Nadal-Betreuer. Nach dem einwöchigen Trainingslager in der Nadal-Akademie gab sich der Deutsche begeistert. Das näherte Spekulationen über die gemeinsame Zukunft.
Beim Tennisturnier in Toronto – hier steht der Olympiasieger von 2021 bereits im Halbfinale – fehlte Toni Nadal aber an der Seite des Deutschen. Trotzdem deutete der 28-Jährige eine nahende Zusammenarbeit an. "Ich bin mir nicht sicher, wie oft ihr Toni dieses Jahr sehen werdet, aber nächstes Jahr werdet ihr ihn sehr viel mehr sehen", meinte Zverev im Podcast "Nothing Major", ohne ins Detail zu gehen.
Und auch Rafael Nadal, immerhin 22-maliger Grand-Slam-Sieger, habe sich eingemischt, wie Zverev erzählte. "Mit der Intensität, mit der er gespielt hat, genau so coacht er auch. Mitten im Abendessen stand er auf, machte die Vorhand-Bewegung nach und zeigte mir, welche Technik für mich besser wäre. Es war unglaublich, wie sehr er sich reingehängt hat", erzählte der Weltranglisten-Dritte von einem Restaurantbesuch.
Dabei sei Zverev "sehr nervös" gewesen. "Ich war so überrascht, aber auch so dankbar. Er hätte das nicht machen müssen, er ist Rafael Nadal, wer bin ich für ihn?'", warf der 28-Jährige ein. Der ehemalige "Sandplatz-König" habe dem Deutschen auch immer wieder erklärt, dass er mutiger und aggressiver in die Spiele gehen müsse.