Schon wochenlang wird über die Durchführung von zwei Formel-1-Rennen spekuliert. Der Große Preis von Bahrain am 12. April und der Große Preis von Saudi-Arabien in Dschidda eine Woche später (19. April) werden abgesagt, das berichtet zumindest "Sky", immerhin in Deutschland und Großbritannien wichtiger TV-Partner der Serie.
Eine offizielle Entscheidung über die beiden Rennen ist noch nicht getroffen, die Formel 1 wird die offizielle Absage demnach aber zeitnah folgen lassen. Ursprünglich galt der Sonntag mit dem Grand Prix von China als Stichtag. Danach müssten erste Transporte des Equipments in den Nahen Osten erfolgen.
Ausschlaggebend für die Absage ist der am 28. Februar ausgebrochene Iran-Krieg. Die USA und Israel greifen den Iran und dessen Hauptstadt Teheran an, der Iran kontert mit Angriffen auf US-Stützpunkte in anderen Golf-Staaten und mit der Sperre der Straße von Hormus. Die Sicherheitslage in der Region lässt wohl eine Durchführung der beiden Rennen nicht zu.
Die beiden Formel-1-Rennen werden wohl ersatzlos gestrichen, ein derart kurzfristiger Ersatz scheint unmöglich zu sein, Europa-Rennen aufgrund der Logistik eher unwahrscheinlich. Einzige Alternative, die zuletzt diskutiert wurde: ein zweites Rennen in Japan. Doch auch diese Idee steht auf wackeligen Beinen.
Somit dürfte der Formel-1-Kalender von 24 geplanten Rennen auf 22 schrumpfen. Mit den Grands Prix von Katar (29.) und Abu Dhabi (6. Dezember) kehrt die Formel 1 noch zweimal in den Nahen Osten zurück, es sind die letzten beiden Rennen des Jahres. Diese bleiben vorerst im Kalender.