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Zwei Tote bei Meningitis-Ausbruch in England

Ein Meningitis-Ausbruch in England forderte zwei Tote. Premier Starmer ruft Club-Besucher zur Antibiotika-Behandlung auf.
Newsdesk Heute
19.03.2026, 09:35
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In England breitet sich eine besorgniserregende Meningitis-Welle aus. Eine 18-jährige Schülerin und ein 21-jähriger Student sind bereits an der Krankheit gestorben. Weitere Infizierte liegen laut Premier Keir Starmer schwer erkrankt im Krankenhaus.

Alle Infektionsfälle werden auf den Club "Chemistry" in Canterbury zurückgeführt. Die Zahl der Infizierten stieg binnen 24 Stunden von 15 auf 20. Neun Fälle sind laut der Gesundheitsbehörde UKHSA bestätigt, elf weitere werden noch untersucht.

Premierminister Starmer rief im Parlament alle auf, die den Club am 5., 6. oder 7. März besucht hatten, sich für eine Antibiotika-Behandlung zu melden. Derzeit werden enge Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt.

Universität von Kent im Zentrum

Im Fokus der Maßnahmen steht die University of Kent in Canterbury mit rund 18.000 Studierenden. Einige von ihnen zählen zu den Krankenhauspatienten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden bereits 700 Dosen Antibiotika an junge Leute ausgegeben, die mit dem Erreger in Kontakt gekommen sein könnten.

Zudem soll ein Impfprogramm starten, das sich zunächst an die auf dem Campus lebenden Studenten richtet. Angesichts der bevorstehenden Osterferien Anfang April gibt es Befürchtungen, dass sich die Krankheit ausbreiten könnte, wenn Studierende nach Hause fahren.

So gefährlich ist Meningitis

Meningokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung verursachen können. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen – etwa durch Küssen oder das gemeinsame Benutzen von E-Zigaretten oder Getränken.

Bei den Infektionen in Canterbury wurde die bakterielle Erregergruppe B nachgewiesen. Die Sterblichkeitsrate liegt bei dieser Variante laut britischem Gesundheitsdienst NHS bei etwa zehn Prozent.

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