Zwei weitere Frauen wollen Schröcksnadel beerben

Peter Schröcksnadel hört als ÖSV-Präsident auf.
Peter Schröcksnadel hört als ÖSV-Präsident auf.GEPA
Der österreichische Ski-Verband benötigt ab Juni einen neuen Präsidenten. Die Kandidaten-Liste dürfte sich schon bald verlängern.

Wer folgt Peter Schröcksnadel als ÖSV-Boss nach? Diese Frage wird spätestens Ende Juni bei der Länderkonferenz in Villach geklärt. Zwei Kandidaten sind aktuell bekannt: Renate Götschl und Michael Walchhofer.

Der 45-Jährige galt lange als Favorit, jedoch fehlt ihm die Rückendeckung von Schröcksnadel. Der langjährige Ski-Präsident favorisiert die ehemalige "Speed-Queen" – er erhofft sich, unter ihrer Führung im Hintergrund weiter die Fäden ziehen zu können.

Doch können Götschl und Walchhofer überhaupt ÖSV-Chef sein? Der Verband hat mehr als 140.000 Mitglieder, das Budget beträgt um die 40 Millionen Euro. Kritiker fürchten, dass das Duo der Aufgabe nicht gewachsen ist.

Abseits des Scheinwerferlichts überlegen daher weitere Personen eine Kandidatur. Der "Standard" nennt die Namen Susanne Riess und Martha Schultz. Riess ist Ex-Vizekanzlerin, Ex-Sportministerin und Wüstenrot-Generaldirektorin, hat also beste Kontakte in alle Richtungen. Schultz ist Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer und als Teil der Schultz-Gruppe Mitbesitzerin der größten privaten Seilbahnbetreiber in Österreich und Chefin mehrerer Hotels und Gastronomiebetriebe. Offiziell äußern wollen sich beide noch nicht.

Die Suche nach einem Schröcksnadel-Nachfolger bleibt spannend. Zumal es sich der bald 80-Jährige nicht nehmen lässt, persönlich bei den Kandidaten-Hearings anwesend zu sein. Laut ÖSV-Statuten wäre das den Präsidenten der Landesskiverbänden vorbehalten. Die drücken aufgrund der Verdienste des Ski-Zampanos (noch) ein Auge zu.

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