Zweiter Hofer meldet sich: "Ist halt ein Missgeschick"

Hofer und Hofer.
Hofer und Hofer.Bild: picturedesk.com

Weil zwei Menschen mit Nachname Hofer auf der FPÖ-Bundesliste standen, ist Parteichef Norbert wahrscheinlich um einige Vorzugsstimmen umgefallen. Jetzt meldet sich der "andere" Hofer zu Wort.

Nur "Hofer" auf den Stimmzettel zu schreiben, reichte diesmal nicht, um FPÖ-Chef Norbert Hofer auch zu einer Vorzugsstimme zu verhelfen.

Es stand nämlich auch ein zweiter Hofer auf der Bundesliste, an 113. Stelle. Die Vorzugsstimmen konnten deshalb nicht gewertet werden. Hier mehr dazu.

Norbert findet es "ärgerlich", Dieter ein "Missgeschick"

FPÖ-Chef Norbert Hofer hat die Vorgangsweise der Behörde am Donnerstag als "ärgerlich" bezeichnet. In der Partei ist man sich sicher, dass 99,99 Prozent der "Hofer"-Stimmen für den Parteichef Norbert bestimmt waren und nicht den Namensvetter Wolf-Dieter aus Hallein.

Aber wer ist dieser Wolf-Dieter Hofer eigentlich? Nun, die "Salzburger Nachrichten" haben ihn ausgeforscht. Der Mann hat eine Steuerberatungskanzlei in Salzburg und sitzt im FPÖ-Landesparteivorstand von Salzburg. Bei der Wahl kandidierte er absichtlich an jeweils unwählbarer Stelle auf der Landesliste und der Bundesliste.

Was sagt er dazu, dass er seinem Bundesparteichef wahrscheinlich viele Vorzugsstimmen geraubt hat? "Ich habe ihm die Vorzugsstimmen ja nicht geraubt", meint er zu den "Salzburger Nachrichten." "Das ist halt ein Missgeschick, wenn man so will. Tatsächlich hat man ihm ja nichts geraubt."

Wie käme man dazu, Wolf-Dieter zu wählen?

Hofer (der aus Hallein) sei jedenfalls nur "in untergeordneter Form" politisch aktiv. Deshalb glaubt auch er, dass die meisten "Hofer"-Stimmen für Norbert bestimmt waren: "Mein Bekanntheitsgrad ist ja überschaubar."

Er findet, dass die Behörden die Stimmen ruhig für Norbert Hofer hätten zählen sollen: "Wie käme jemand in Niederösterreich dazu, Wolf-Dieter Hofer zu wählen?"

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