70-jährig gestorben

21. Mai 2019 04:54; Akt: 21.05.2019 07:04 Print

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot

Der 70-jährige dreifache Weltmeister und Flug-Unternehmer ist gestern im Kreis seiner Familie gestorben.

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Der Österreicher Niki Lauda zählte zu den Großen in der Formel-1-Geschichte. Dreimal holte er den WM-Titel. Legendär wurde er durch den Horror-Unfall 1976 auf dem Nürburgring und seine Rückkehr nach nur 42 Tagen. Nun ist er mit 70 Jahren gestorben.

Der Formel-1-Weltmeister und Flugunternehmer starb am Montag, wie seine Familie am frühen Dienstagmorgen mitteilte. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Laudamotion, dessen Namensgeber Niki Lauda ist, schrieb im Namen der Familie Lauda: "In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019 im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich."

Bekannt und auf der ganzen Welt berühmt geworden wurde der Rennsportler Andreas Nikolaus Lauda als "Niki" Lauda mit der roten Kappe als Markenzeichen. Der Wiener zählte zu den bekanntesten zeitgenössischen Österreichern neben etwa Arnold Schwarzenegger.

Der 70-Jährige hatte seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring 1976 immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu tun. Damals war Laudas Rennwagen in Brand geraten. Der Rennfahrer saß fast eine Minute lang in den Flammen und atmete giftige Dämpfe ein, bevor er gerettet wurde. Nur knapp hatte er damals das Flammeninferno überlebt. Nicht nur seine Kopfhaut wurde dabei durch schwere Verbrennungen gezeichnet. Der spätere Airline-Besitzer zog sich unter anderem auch Verätzungen der Lunge zu.

Video: Der Unfall auf dem Nürbürgring

Im Sommer vergangenen Jahres war Lauda eine Lunge transplantiert worden. Nach einer Grippe-Erkrankung musste er im Januar erneut im Krankenhaus behandelt werden. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 22. Februar hatte sich Lauda noch in einer kurzen Audio-Botschaft beim ORF für die Glückwünsche mit den Worten bedankt: "Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf." Der dreimalige Weltmeister agierte seit 2012 als Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams.

Durch Spätfolgen nach dem Horrorunfall von 1976 hatte Lauda sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen. Lauda hat aus erster Ehe zwei Söhne und aus seiner Ehe mit der ehemaligen Flugbegleiterin Birgit Lauda achtjährige Zwillinge.

"Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle", heißt es in der Mitteilung zu Laudas Tod. "Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen."

Unternehmer nach Sportkarriere

Legendär wurde Lauda, weil er nur 42 Tage nach dem Crash auf dem Nürburgring bereits wieder im Cockpit seines Rennwagens saß. Das folgende WM-Duell mit dem Briten James Hunt war 2013 im Film "Rush" im Kino zu sehen. Bei seinem ersten Rennen nach dem Unfall wurde er in Monza Vierter. "Die schnelle Rückkehr gehörte zu meiner Strategie, nicht lange daheim zu sitzen und darüber nachzugrübeln, warum und wieso mir das Ganze widerfahren ist", sagte er später.

Video: Film-Trailer zu "Rush"

Lauda war bereits 1975 erstmals Weltmeister geworden. Ein Jahr nach dem Unfall gewann er seinen zweiten, 1984 seinen dritten WM-Titel. 1985 trat er zurück. An seine aktive Sportlerkarriere schloss der Industriellensohn nahtlos eine Laufbahn als Unternehmer an. Aus seiner Begeisterung für das Fliegen entwickelte er als Pilot seine eigene Airline. 1991 erlebte die Fluggesellschaft ihre dunkelste Stunde mit dem Absturz einer Maschine in Thailand. 223 Menschen kamen um. Ende der 1990er Jahre verkaufte er Lauda an den Konkurrenten Austrian Airlines (AUA). 2003 ging er mit einer neuen Flotte unter dem Namen Niki an den Start.

Bei Niki stieg ihr Gründer 2011 aus. Air Berlin übernahm die Linie. Mit der Firma Laudamotion stieg Lauda Anfang 2016 ins Geschäft mit Privatjets ein. Nach den Pleiten von Air Berlin und Niki übernahm er die Führung bei Niki erneut und brachte das Unternehmen unter dem Namen Laudamotion wieder an den Start. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot und verkaufte 75 Prozent an seiner Fluglinie an den irischen Billigflieger.

Video: Niki Lauda, der Airline-Besitzer


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(chk/cpm/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Polz am 21.05.2019 05:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    ein großer Österreicher hat sich verabschiedet. hab's beim aufsteh in de Nachrichten am radiowecker vernommen. hätte ihn noch gern a paar jahrln vergönnt!

  • Ein Fan am 21.05.2019 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden

    Ruhe in Frieden Niki Nationale . Das was Du in Deinem Leben alles erreicht und damit Dich und auch Österreich international bekannt gemacht hast , wird auf ewig unvergessen bleiben . Danke Niki Lauda

  • Gustav64 am 21.05.2019 04:47 Report Diesen Beitrag melden

    Danke und RIP

    Vielen Dank Herr Lauda! RIP!!! Zu heute: jetzt wirklich? Krone, Spiegel, Bild mit riesigen Schlagzeilen auf der Hauptseite. ntv mitten in der Nacht immer wieder mit Breaking-News Live-Moderator im Nachtprogramm. Und bei heute ein Minibeitrag zudem man sogar mehrmals runterscrollen muss um zu diesen zu gelangen... nicht nett...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • pipolo am 22.05.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    UNSIN

    Ich war ein Fan von ihm bis zu seinem Interview mit der Kampusch. Das hätte er sich meiner Meinung sparen können.

  • Epi am 22.05.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ein dunkelschwarzer Tag

    Mit dem Ableben von Niki Lauda wird die F1 nun endgültig zu Grabe getragen! R.I.P. Niki und danke für die tollen Formel 1 Stunden!

  • franz am 21.05.2019 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in frieden

    Ein Großer Österreicher wahrlich er möge in Frieden Ruhen .Eine Heiligenfigur von Handschlag Qualität .an vile Politiker nehmt euch ein Bsp an ihm Arbeitet gemeinsam für Österreich und seine Bürger hört endlich auf nur für eure persönlichen Befindlichkeiten zu tun. Wenn einer am Boden liegt so helft in auf und trampelt nicht noch weiter auf in herum egal ob gleiche oder andere Partei und vor allem hört auf scheinheilig zu agieren wenn doch dann seit ihr am falschen platz

    • pipolo am 22.05.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

      UNSIN

      Nicht zu vergessen seine Wehrdienstverweigerung.

    einklappen einklappen
  • Gerald Koppitsch am 21.05.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hr

    Meine aufrichtige Anteilnahme ! Du bleibst uns allen unvergessen ! Gerald K. mit Familie

  • Metatron am 21.05.2019 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P Niki

    "Wer Auto fährt, muss auch für die Kinder mitdenken, die immer in der Nähe sein könnten. Manchmal zwischen geparkten Fahrzeugen."