Beschwerde eingereicht

08. Februar 2019 18:53; Akt: 08.02.2019 18:53 Print

Derby-Kessel! Rapid-Fans ziehen vor Gericht

Die Vorfälle rund um das Wiener Derby vom 16. Dezember beschäftigen jetzt die Justiz. Beschwerden gegen die Polizei gingen bei Gericht ein.

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Auf dem Rasen in der Generali Arena fertigte die Wiener Austria den Erzrivalen Rapid Wien mit 6:1 ab. Das sahen über 1.300 grün-weiße Anhänger nicht live im Stadion. Auf dem Weg zur Arena wurde der Fanmarsch der Hütteldorfer von der Polizei gestoppt. Die Rapid-Fans wurden knapp sieben Stunden von den Exekutivkräften eingekesselt, nachdem zuvor Gegenstände auf die Südosttangente geflogen waren.

Gegen das Vorgehen der Exekutivkräfte ziehen die Rapid-Fans jetzt vor Gericht. "Wir haben immer kritisiert, dass das Verhalten nicht verhältnismäßig war", wird Helmut Mitter von der "Rechtshilfe Rapid" in der Wiener Zeitung zitiert. 24 Beschwerden gingen am Wiener Verwaltungsgericht ein. "Da es nicht möglich ist, gegen einzelne Polizisten vorzugehen, reichen wir eine Maßnahmenbeschwerde gegen die Behörde ein. Wir kritisieren aber auch den Einsatz als Ganzes."

Schadensersatz-Zahlungen?

Dadurch soll überprüft werden, ob Handlungen der Exekutive rechtswidrig waren. Eine Verhandlung ist für die nächsten Wochen geplant. Im Rahmen dieser soll es zu einem Lokalaugenschein durch die zuständige Richterin kommen.

Sollte zugunsten der grün-weißen Anhänger entschieden werden, könnten so Amtshaftungsansprüche wie etwa Schadensersatzzahlungen entstehen.

Laut dem Verwaltungsrechtsexperten Daniel Ennöckl haben die Hütteldorfer Anhänger gute Chancen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gericht es für zulässig erachtet, dass 1.337 Menschen stundenlang festgehalten werden, weil fünf Menschen Schneebälle geworfen haben."


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 08.02.2019 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie ziehen vor Gericht?

    Mit der Selbstanzeige wegen des Werfens von Gegenständen auf die Autobahn und den darauf fahrenden Fahrzeugen?

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  • Gerhard Hanappi am 08.02.2019 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die sind mir nicht grün

    Zeigen die sich jetzt selbst an, weil sie stundenlang die Ausweiskontrolle verweigerten?

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  • Privater Sicherheitsdienst am 08.02.2019 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen doch die Vereine zahlen

    Wenn man Auswärtsfans im Stadion haben will, soll der Heimverein einen privaten Sicherheitsdienst zur Verfügung stellen. Fanaufmärsche gehören verboten. Mal schauen wie Vereine darauf reagieren würden.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Herr Rossi am 09.02.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Chaoten

    Rapid gehört aus dem Fußball entfernt. Mit keiner anderen Mannschaft gibt es so viele Probleme wie mit den Grünen. Mittlerweile stellen die eine Gefahr für Leib und Leben unschuldiger Bürger dar. Schließt endlich diesen Chaotenverein.

  • F.P.K. am 09.02.2019 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Klage

    Weiter so liebe Rapid Fans, so macht man sich Freunde bei der Polizei ;-)

  • Justus am 09.02.2019 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Fans

    Vlt wird der Verein gleich Mitverurteilt. Zu hoffen wäre es

  • steve_wonder24 am 09.02.2019 04:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Richtig so. Die Polizei in diesem Land soll endlich mal sehen, das sie nicht immer machen dürfen was sie wollen!

  • zachaeus am 09.02.2019 04:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gummiwurst

    Früher war das nicht so kompliziert. Da hat es den sogen. Großen Ordnungsdienst (Polizei: GsOD) gegeben und es wurde die allseits beliebte Gummiwurst geschwungen - mit einem "grünen Veilchen" sah dann die Welt ganz anders aus!