Innenminister schlägt zurück

20. Dezember 2018 16:30; Akt: 20.12.2018 17:08 Print

Kickl: "Das Verhalten der Rapid-Ultras ist schäbig!"

Innenminister Herbert Kickl verteidigte den Polizei-Einsatz gegen die Rapid-Fans und verurteilt das Verhalten der Ultras scharf. Alle Details aus dem Parlament!

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Herbert Kickl (FPÖ) erklärte vor dem Bundesrat den Polizei-Einsatz gegen die Rapid-Anhänger vor dem Wiener Derby. Der Innenminister gratulierte der Polizei zum Vorgehen und fordert, dass Rapid gegen die eigenen Fans vorgehen müsse.

"Wir wollen Licht ins Dunkel bringen. Die Angelegenheit ist aus polizeilicher Sicht ganz klar. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften für einen professionellen, umsichtigen und ausgewogenen Einsatz am Sonntag beim Wiener Derby", eröffnete Innenminister Herbert Kickl seine Rede.

Immer die gleichen Unruhestifter

"Es wird auch nicht irgendetwas geübt oder Situationen konstruiert. Der Einsatz war notwendig zum Erhalt der Sicherheit und zur Aufklärung von Straftaten. Es ist eine Tatsache, dass immer wieder die gleiche Gruppe von Fußball-Anhängern für Probleme sorgt. Die Randale und Unruhestiftungen gehen immer von den Ultras aus. Dass man sich jetzt als Opfer darstellt, das ist schäbig von den Ultras. Jetzt stellen sie sich selbst als arme Hascherl dar", kritisiert der Innenminister das Verhalten der Fans.

Und fordert die grün-weiße Vereinsführung zum Handeln auf: "Rapid muss jetzt auch einmal Verantwortung übernehmen und aufhören diese Kriminaltaten zu verharmlosen. Andere Vereine haben das auch geschafft"

Laut Kickl begannen die Probleme schon in Hütteldorf: "Der Polizei-Einsatz hat schon in Wien-Hütteldorf begonnen und hat sich mit Pyrotechnik und Rauchtöpfen bis hin zum Karlsplatz gezogen. Was bitteschön hat das alles mit Fußball zu tun? Da kann genauso viel passieren. Das ist ein Schandfleck und eine Unkultur"

Autobahn wurde beworfen

"Auf der Laaer Berg Straße wurden die Gegenstände dann geworfen: Auf Häuser und Menschen! Außerdem kam es zu Plünderungen von Geschäften. Dann wurde auch noch die A23 beworfen und nicht nur mit Schneebällen. Selbst das hätte gereicht, dass jemand das Steuer verreißt", bestätigt der FPÖ-Politiker, dass Gegenstände auf die Autobahn geworfen wurden.

"Es wurden Getränkedosen - Bier und Cola-Whisky, das Szene-Getränk der Ultras - auf die Fahrbahn geworfen. Ich gehe nicht davon aus, dass das Schwangere getrunken haben. Deswegen gab es dann auch die Anhaltung. Das sind keine Leute, die zufällig in die Gruppe reingeraten sind", so Kickl weiter.

"Es gab genügend Platz für die Fans"

Der Minister weist Vorwürfe gegen die Polizei zurück: "Die Leute waren nicht zusammengepfercht, es war genügend Platz, um sich frei zu bewegen. Pro Quadratmeter standen zwei Leute, im Stadion sind es vier pro Quadratmeter und dort fühlen sie sich auch wohl. Warum hat es solange gedauert? Das war die ganz klare Kooperationsverweigerung der Ultras. Es hätte jeder dort rausgehen können, wenn er seinen Ausweis hergezeigt hätte. Es war aber immer die negative Reaktion der Fans nicht mit den Behörden zusammenzuarbeiten."

"Dass man dann hergeht und sagt, dass man gefoltert wurde, das ist ja komplett absurd, das ist eine Verhöhnung und fast eine Perversion. Wenn niemand mitmacht bei der Identitätsfeststellung, dann braucht man sich nicht wundern, dass es solange dauert. Wenn jemandem kalt gewesen wäre, hätte er nur den Ausweis herzeigen müssen und hätte auf die Toilette gehen können", erklärt Kickl.

Abschließend gibt der Innenminister noch Auskunft über das drohende Strafmaß: "Fakt ist: Es gab vorsätzliche Gemeingefährdungen, es kommen sicher noch mehr Anzeigen nach der Auswertung des Videomaterials. Es droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren."


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vorderpurkersdorf am 20.12.2018 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Für nix..

    Diese dummen Anfragen der Opposition nerven!!! Es würde ganz klar Kind gemacht wieso es zu dem Einsatz kam. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zusammen mit Beweisvideos. Was gibt es da noch zu wissen? Wer zahlt die Sondersitzung?

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  • Michael Gunsam am 20.12.2018 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rapid

    die Rapidler waren in der Wiener UBahn unmöglich, die haben geschimpft und die Christkindlmarkt Besucher an die Wand gedrückt und den ganzen UBahn Gang, die Rolltreppen, die Stiegen beschlagnahmt, die waren unmöglich, von mir aus würde es kein Livespiel mehr geben, die sollen die Spiele im Tv anschauen und anständige Bürger in Ruhe lassen, die Alkoholiker!

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  • Eveline Hantinger am 20.12.2018 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kickl und die Polizei haben richtig gehandelt

    Kickl und die Polizei haben richtig gehandelt. Man soll sich nicht bei der Polizei beschweren, sondern bei den Ultras, die immer wieder Probleme machen. Der Verein hätte schon längst was dagegen tun müssen, aber jetzt auf die Polizei losgehen, die ja nur für die Sicherheit da ist, und täglich ihr Leben für uns riskiert, ist traurig und scheinheilig.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Harald am 21.12.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kickl

    Kickl hat zu 100% recht. Und das Gejammere der "Ultras" ist auch schon peinlich. Diese Mimosen können gar nichts einstecken, gefährden aber die öffentliche Sicherheit.

  • palm face am 20.12.2018 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    also bissl fraglich des ganze... ich hab Bekannte (einerseits total fußballbegeistert, andererseits "gezwungenermaßen"), die im Kessel waren und sie sagten dass alle bereit waren zu kooperieren da denk ich keiner gern so verweilt, die Polizei jedoch keinen einzigen rausgelassen hat,auf die Frage ob man aufs Klo dürfte, kam von der Polizei folgende Antwort "wennst so dringend musst, mach aufn boden"... das ist unsere Exekutive?

    • anti kessel am 20.12.2018 20:15 Report Diesen Beitrag melden

      RICHTIG!

      und dann hätten sie vermutlich noch eine anzeige wegen öffentlicher anstandsverletzung bekommen. ich kann nicht verstehen, warum das so viele gutheissen.

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  • thomas am 20.12.2018 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kickl

    ich finde das die polizei härter durchgreifen hätte sollen,denn diese aktionen dieser hohlen birnen ist nicht mehr lustig,soetwas gehört unterbunden,

    • Richard am 20.12.2018 19:16 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an Thomas

      Ganz klar, alle 1330 Personen haben Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen.

    • Andreas78 am 20.12.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

      Kickl treten Sie endlich zurück

      Ich musste mit meinen beiden Kinder 6 u 8 Jahre stundenlang in der Kälte warten, einfach eine Frechheit gewesen so etwas in Österreich miterleben zu müssen. In einem Polizeistaat kann es nicht anders sein. Kickl sollte endlich nach all seinen "Ausrutschern" zurück treten. Der Mensch ist voller Komplexe und gehört in Behandlung, aber mit Sicherheit in keine Regierung.

    • Ha am 20.12.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas78

      Warum haben sie keinen anderen weg ins Stadion genommen?? Ich hab es als Rapid Fan mit meiner Familie ins Stadion geschafft, ohne Probleme!! Ist wohl auch ein bisschen verantwortungslos mit so kleinen Kindern diese Route zu wählen !

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  • harald am 20.12.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    vorsätzliche Umweltverschmutzung

    hohe Geldstrafen ab 5.000 od. 10.000 EURO aufwärts für die vorsätzliche Umweltverschmutzung für jeden Einzelnen durch die Gesundheitsgefährdung der Bürger durch diese Feuerfackeln (giftige Gase und sehr viel Feinstaub)

    • T_J_N am 21.12.2018 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @harald

      Und an Silvester sollte die Polizei dann ganz Österreich einkesseln und alle Bürger sollten dazu verurteilt werden! Das geht ja gar nicht diese Umweltverschmutzung.

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  • Emil am 20.12.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    BRAVO Polizei

    Lasst unsere Polizei in Ruhe. Die arbeiten gut. Für so genannte "Fans" habe ich null Verständnis.