Nach Eklat vor Derby

10. Januar 2019 19:42; Akt: 10.01.2019 20:12 Print

Polizei genehmigt keine Fan-Märsche mehr

Beim jüngsten Wiener Derby sorgte eine Polizei-Aktion gegen 1.300 Rapid-Fans für Aufregung. Nun stehen die ersten Konsequenzen fest.

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Am 16. Dezember 2018 deklassierte die Austria Rapid mit 6:1. Doch nicht Ergebnis, sondern die Geschehnisse außerhalb des Stadions sorgen seitdem für Diskussionen.

Zur Erinnerung: 1.337 Rapid-Anhänger wurden von der Polizei am Weg zur Generali-Arena eingekesselt und rund sieben Stunden lang perlustriert. Offizieller Hintergrund: Einige Chaoten sollen beim Fan-Marsch Gegenstände auf die Südost-Tangente geworfen haben (hier geht es zum Video).

Rapid verurteilte in der Folge die Vorgehensweise der Behörden. Die Exekutive wiederum verteidigte ihr rigoroses Handeln.

Am Donnerstag trafen einander Rapid-Boss Michael Krammer und Polizeichef Gerhard Pürstl zu einer Aussprache unter vier Augen.

Neuer Zugang zur Generali-Arena

Ergebnis: Die Polizei wird künftig keine Fan-Märsche mehr genehmigen. Weder von Rapid, noch von anderen Klubs.

"Es bleibt zu prüfen, ob es möglich ist, dass die Vereine derartige Umzüge anmelden, dass sie somit auch die Verantwortung selbst übernehmen und einen eigenen Ordnerdienst zur Verfügung stellen", erklärte Pürstl im ORF.

Krammer meint: "Wir werden uns das aus zwei Blickwinkeln anschauen. Einerseits aus dem rechtlichen Blickwinkel - welche Verantwortung müssen wir da als Verein übernehmen. Andererseits aus dem organisatorischen Blickwinkel. Welchen Aufwand haben wir: Sicherheitsdienst, Ordnerdienst und so weiter. Da kann ich noch keine endgültige Aussage machen. Wir werden alles versuchen, um diese Tradition aufrecht zu erhalten."

Als zweite Maßnahme wird die Polizei den Zugang zum Austria-Stadion via A23 nicht mehr genehmigen. Die Stadt Wien, ASFINAG und die "Veilchen" wurden ersucht, eine andere Lösung zu finden.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz Thai am 10.01.2019 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    denn diese sog. Fans sind meistens nur Randalierer. Und Familien müssen nicht mit denen mitmarschieren.

  • Gunti eli am 10.01.2019 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Als Demo anmelden

    Haha, sehr gut! Jetzt liebe Fußballfans und Clubs bitte dieses als Demo anmelden und sie sperren für euch ganze Straßenzüge und begleiten und bewachen euch auch noch. Wenn ihr das ganze auch noch als Demo gegen die Regierung meldet, dürft ihr auch noch ungestraft randalieren!

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  • o a am 10.01.2019 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herr

    Und was ist mit den Donnerstag Demos? Ginge gleich mit einmal aufwaschen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Statistiker am 11.01.2019 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch ein kleines Anliegen

    Könnte die Polizei dann bitte auch gleich diese unseligen Donnerstags-Demonstrationen abschaffen?

  • Gregor am 11.01.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Rapid am Boden

    In der Abstiegsgruppe wo Rapid spielen wird, gibt es sowieso keine Fangruppen, welche stark vertreten sind.

  • Alex am 11.01.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Mir ehrlich gesagt egal

    Mich interessiert der Proletensport sowieso nicht. Keine Ahnung was so toll dran ist.

    • Beamter am 11.01.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      Das nächste Mal alle festnehmen!

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  • hueher am 11.01.2019 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    endlich 

    sehr gut, bitte ein Ende ALLER DEMOS UND FAN-MÄRSCHE!! frage mich sowieso warum die Fans nicht alleine ins Stadion pilgern können mit U und Bim?? ach

  • Das wahre Wort am 11.01.2019 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Steuereinnahme

    Sehr gut und eine kleine Anregung als neue Möglichkeit der Steuereinnahme ... die Kosten welche durch solche " Umzüge " entstehen sollten gleich bei der Anmeldung als Pauschale an den Staat bezahlt werden. Natürlich nur als Unkostenbeitrag für Straßensperren, Staus, Beschädigungen ... und für die Demos am Donnerstag direkt die Rechnung an die SPÖ senden und gleich ein paar Nullen vor dem Komma dranhängen !!

    • Paul Paulsen am 11.01.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

      Mathematik - nicht genügend!

      Wenn eine Null etwas daher faselt, man solle doch viele Nullen vor das Komma stellen: Also 0.1 Euro, oder 00,1 Euro, oder ooo,1 Euro, oder gar 0000,1 Euro. Ps.: Demos und Fan-Märsche sind nicht das selbe, - vielleicht solltest du dir das einmal von jemandem erklären lassen, der ein wenig mehr Grips in der Birne hat, als das bei dir der Fall ist.

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