Kritik am Klub

18. Dezember 2018 16:49; Akt: 18.12.2018 16:53 Print

Polizeichef Pürstl: "Rapid soll sich an Nase nehmen"

Rapid kritisiert die Polizei für den Einsatz beim Wiener Derby – jetzt folgt der Konter vom Chef der Exekutive. Gerhard Pürstl fordert mehr Taten vom Klub.

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1.338 Rapid-Fans wurden beim Wiener Derby auf dem Marsch zum Austria-Stadion von der Polizei eingekesselt und stundenlang festgehalten. Die Revanche für Kritik an der Exekutive? Wiens Polizei-Präsident Gerhard Pürstl lässt die Kritik nicht auf sich sitzen und findet scharfe Worte gegen Rapid und die grün-weißen Fans.

"Beim Klub sollten sich einige Leute an der Nase nehmen", meint Pürstl auf "krone.tv". "Der Verein nimmt seine Leute nicht gerade in die Pflicht. Das ist ein jahrzehntelanges Thema."

Pürstl meint, dass die Rapid-Fans den von der Polizei abgesperrten Bereich schon viel früher hätten verlassen können, wenn sie kooperativ gewesen wären. Doch die Fans hätten versucht, die Identitäts-Feststellung so lange hinauszuzögern, bis es den Beamten "zu blöd" werde. "Man muss auch vor seiner eigenen Türe kehren", richtet er den grün-weißen Fans aus.

Den Vermutungen, dass die Polizei-Aktion von langer Hand geplant und eine Retourkutsche für Provokationen der Fans ("All Cops Are Bastards") gewesen sei, erteilt er eine Absage: "Das ist absoluter Schwachsinn. Rache hat bei der Polizei überhaupt nichts verloren."

Ein Hauptgrund für die Anhaltungen war demnach, dass einige Fans Gegenstände auf die bis dahin noch nicht gesperrte Südost-Tangente warfen. "Kompletter Irrsinn", meint Pürstl. Die vorsätzliche Gemeingefährdung als Grund für die Anhaltung "war gegeben".

Die Aktion war für Pürstl ein sichtbarer Erfolg, was nicht zuletzt die sichergestellte Pyrotechnik beweisen würde. Was passiert wäre, wenn diese Gegenstände in die Arena gekommen wären? "Dann brennt dort das Stadion. Es hätte Schwerstverletzte, vielleicht – wenn man Pech hat – Tote gegeben."

Allerdings hat es bei der Aktion gegen 1.338 Fans nur eine Festnahme und zwei Anzeigen gegeben. "Es hat aber viel, viel mehr Straftaten gegeben", meint Pürstl. In den kommenden Monaten soll es noch zu einigen weiteren Anzeigen kommen.


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(heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Maxin am 18.12.2018 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    ablenken

    Bravo Herr Pürstl !! Der Präsi sollte sich besser um die Mannschaft kümmern.

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  • Chris am 18.12.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Bin stolz auf unsere Polizei, das war noch zu wenig! Viel mehr Kontrollieren und noch mehr durchgreifen! So kann's nicht weiter gehn. Das sind keine Fans sondern Störenfriede und Vandalen. Sicher kommen auch Unschuldige zum Handkuss, aber wie sollen sie den die richtigen heraus Filtern, wenn nicht alle Kontrolliert werden? Damit muss man schon seit Jahren rechnen, der auf ein Match in das Stadion geht das es irrgend wann soweit ist. Diese ständigen Tumulte vor und nach dem Match gehen auf keine Kuhhaut mehr.

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  • Sepp am 18.12.2018 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig

    Als Nichtwiener verstehe ich nicht warum man 1300 Fans und einige Deppn entlang der Autobahn treibt. Das Stadion wurde doch gerade umgebaut und auf die Sicherheit der Weg zum Gästeblock dachte niemand.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Stephan 1981 am 19.12.2018 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hoch auf den Polizei Staat

    Selbstgerechter kiwara. Menschenrechte gelten für alle, toillette, insulin spritze zbs. Aber manche wollen ja die dunkelste zeit wieder aufleben lassen. Vorallem die Austrianer hier.

  • harald am 18.12.2018 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsätzl.Umweltverschmutzung

    Für die vorsätzliche Umweltverschmutzung u. Gesundheitsgefährdung durch diese Feuerfackeln hohe Geldzusatzstrafen ab 1.000 aufwärts verhängen incl. Ersatz aller Verfahrenskosten.

  • Norbert am 18.12.2018 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake Präsi

    Ist der Wiener Polizeipräsident echt, oder eine Karikatur? Der schaut aus wie der Händelfänger aus der Serie Trautmann.

  • Chris am 18.12.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Bin stolz auf unsere Polizei, das war noch zu wenig! Viel mehr Kontrollieren und noch mehr durchgreifen! So kann's nicht weiter gehn. Das sind keine Fans sondern Störenfriede und Vandalen. Sicher kommen auch Unschuldige zum Handkuss, aber wie sollen sie den die richtigen heraus Filtern, wenn nicht alle Kontrolliert werden? Damit muss man schon seit Jahren rechnen, der auf ein Match in das Stadion geht das es irrgend wann soweit ist. Diese ständigen Tumulte vor und nach dem Match gehen auf keine Kuhhaut mehr.

    • lozima am 18.12.2018 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      Wenn Rapid Viel Geld für Spielereinkauf ausgeben kann und die Fans nicht im Griff hat könnten sie auch die Kosten der Polizei übernehmen und die Kosten auf die Eintrittskarten aufrechnen. Viele Raudis könnten sich den Eintritt nicht mehr leisten

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  • Sepp am 18.12.2018 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig

    Als Nichtwiener verstehe ich nicht warum man 1300 Fans und einige Deppn entlang der Autobahn treibt. Das Stadion wurde doch gerade umgebaut und auf die Sicherheit der Weg zum Gästeblock dachte niemand.

    • Mike am 18.12.2018 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sepp

      Das ist ja das Austria Stadion, ist so wie wenn in Schilda etwas gebaut wurde.

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